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Raisin strebt mit Goldman Sachs nächste Finanzierungsrunde an

Die Gerüchte um das nächste Fundraising bei Raisin DS verdichten sich. Laut einem Medienbericht wurde nun Goldman Sachs von dem Berliner Fintech engagiert, um sich weiteres Wachstumskapital zu besorgen.

Logo von Goldman Sachs | Foto: picture alliance / AA | Muhammed Selim Korkutata

Raisin strebt die nächste Finanzierungsrunde an - und hat dazu laut einem Bericht von ”Sky News” die Investmentbank Goldman Sachs engagiert.

Das Berliner Fintech will demnach in den kommenden Monaten eine beträchtliche Kapitalspritze einwerben. Noch sind der Umfang sowie die Bewertung bei der angestrebten Runde allerdings nicht bekannt. Vor einem Jahr hatte sich Raisin seinen Wettbewerber Deposit Solutions einverleibt.

Raisin und Deposit Solutions fusionieren zu Raisin DS

Ende 2020 fand in dem Fintech, dessen Angebot Weltsparen.de in Deutschland besonders bekannt ist, zudem eine Umstrukturierung statt. So wurden die Akquisitionen einer Servicing-Bank (heute Raisin Bank), eines Software-Unternehmens für den US-Markteintritt (heute Raisin Technologies) sowie den Altersvorsorgespezialisten fairr.de verarbeitet.

Raisin strukturiert sich um

Bei Raisin sind bereits einige der bekanntesten Technologie-Investoren der Welt investiert, darunter Index Ventures und Paypal Ventures, sowie Paypal-Mitgründer Peter Thiel und auch Goldman Sachs selbst.

Marktbeobachter spekulieren allerdings, dass Raisin bei der kommenden Finanzierungsrunde hohe Abschläge auf die Bewertung hinnehmen muss - und den einstigen Einhornstatus verlieren könnte.

Bewertung könnte geringer ausfallen

So berichtete der Blog ”Finanz-Szene” im Mai diesen Jahres, dass der schwedische Investor Kinnevik seinen Anteil an dem Einlagenbroker Ende März mit nur noch 185 Mio. Kronen – umgerechnet 17,9 Mio. Euro - bewertet hat. Verglichen mit dem “Fair Value” von Ende Dezember (247 Mio. Kronen) entspreche das einer drastischen Abwertung um rund 25 Prozent.

Berichten zufolge hat der Buy-now-pay-later-Spezialist Klarna seine jüngste Bewertung gesenkt, um sich zusätzliche Mittel zu sichern.

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Konsolidierungen im Fintech-Sektor

Momentan versuchen viele Fintechs, Kosten zu senken, um ihre Bewertungen stabil zu halten und neues Kapital aufnehmen zu können. So hat etwa Klarna zuletzt den Rotstift angesetzt und angekündigt, zehn Prozent der Mitarbeiter entlassen zu wollen.

Der Berliner Neobroker Trade Republic jüstiert ebenfalls das Geschäftsmodell neu - obwohl er gerade erst Wachstumskapital zu einer guten Bewertung aufnehmen konnte.

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