Frankfurter Trianon-Turm ist insolvent

Das teilte das Amtsgericht Frankfurt auf seiner Internetseite mit. Der bisherige Hauptmieter Deka verlässt das Gebäude gerade nach und nach.
Der Trianon-Turm ist pleite. | Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress | Christoph Hardt/Geisler-Fotopres
Der Trianon-Turm ist pleite. | Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress | Christoph Hardt/Geisler-Fotopres
reuters, Daniel Rohrig

In der Immobilien-Krise gibt es die erste Pleite eines Büro-Hochhauses in Frankfurt: Die Objektgesellschaft des 186 Meter hohen Trianon-Turms im Zentrum der Mainmetropole, die ”Geschäftshaus am Gendarmenmarkt GmbH”, habe Insolvenz angemeldet, teilte das Amtsgericht Frankfurt auf seiner Internetseite mit und bestätigte damit einen Bericht der ”Wirtschaftswoche”. 

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter sei Rechtsanwalt Stephan Laubereau von der Kanzlei Pluta bestimmt worden. ”Ziel ist es, den Betrieb des Büroturms möglichst reibungslos im Interesse der Mieter fortzuführen”, zitierte das Blatt Laubereau aus einer Kanzleimitteilung.

Nachmieter bislang nicht gefunden

Der Hauptmieter des Turms, die Fondsgesellschaft Deka, hatte angekündigt, 2024 nach über 20 Jahren das Trianon verlassen zu wollen. Ein Nachmieter für die ”Ikone der Frankfurter Skyline”, wie sich das Trianon selbst bewirbt, wurde der ”Wirtschaftswoche” zufolge bislang nicht gefunden.

Der Markt für Büroimmobilien befindet sich in der Krise. Die Preise waren auch im ersten Quartal gesunken. Die Nachfrage nach Flächen hat in vielen Metropolen angesichts des Trends zum Homeoffice nachgelassen. Die gesamte Branche leidet zudem unter den noch immer hohen Zinsen.

Seit 2000 Insolvenzverwalter

Stephan Laubereau ist seit dem Jahr 2000 als Insolvenzverwalter tätig und hat bereits zahlreiche Immobilien-Verfahren betreut, wie etwa das Insolvenzverfahren des Wohnturms Onyx in Frankfurt oder eines Bürohochhauses in Eschborn. Er ist derzeit auch Insolvenzverwalter der Heinrich Hildmann Baugesellschaft, einer Tochtergesellschaft der börsengelisteten Traumhaus AG.

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