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BaFin prüft Geldwäscheprävention bei weiteren Zahlungsdienstleistern

Im Visier der Aufsicht sind Vorkehrungen zur Geldwäscheprävention und Geschäftsbereiche bei Payone und Concardis.

Frankfurter Sitz der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. | Foto: BaFin

Die BaFin nimmt vertiefte Prüfungen bei den Zahlungsdienstleistern Payone und Concardis vor, berichtet das Handelsblatt und beruft sich auf mit den Vorgängen vertraute Personen. Geprüft werden die Vorkehrungen zur Geldwäscheprävention und weitere Geschäftsbereiche im Hinblick auf in diesen Sparten erzielte Margen.

Die BaFin gab gegenüber dem Handelsblatt keine Stellungnahme ab. Concardis und Payone äußerten sich zu den Untersuchungen nicht konkret, sondern nur grundsätzlich zu ihrem Kontakt mit der Behörde.

Beim Zahlungsdienstleister Unzer läuft seit einigen Monaten eine BaFin-Sonderprüfung, wie eine Unzer-Sprecherin auf Nachfrage von FinanzBusiness im Juli bestätigte.

Unzer hat Ärger mit der BaFin

Payone und Concardis haben beide in den vergangenen Jahren den Eigentümer gewechselt. Als heutiges Gemeinschaftsunternehmen des französischen Zahlungsverkehr- und Transaktionsdienstleisters Worldline und der DSV-Gruppe hat Payone in den vergangenen Jahren diverse Fusionen vollzogen.

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Nets hatte 2018 den Finanzdienstleister Concardis übernommen. Nexi und Nets wiederum hatten im Juni diesen Jahres ihre Fusion abgeschlossen.

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Die Kosten für die Geldwäsche-Prävention explodieren

Seit 2019 ist die Summe, die im deutschen Finanzsektor für Prävention und Bekämpfung der Finanzkriminalität ausgegeben wird, um 30 Prozent gestiegen. Die steigende kriminelle Bedrohung, immer höhere regulatorische Erwartungen sowie das steigende geopolitisches Risiko treiben die Entwicklung.

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