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DWS lässt Greenwashing-Vorwürfe intern prüfen

Eine Whistleblowerin wirft der DWS Greenwashing vor. Nun holt sich die Fondstochter der Deutschen Bank juristische Schützenhilfe von der US-Kanzlei Sullivan & Cromwell vertreten. Die Anwälte sollen die Vorwürfe auch intern aufarbeiten.

Weiße Wolken und blauer Himmel spiegeln sich in der Glasfassade des Gebäudes der DWS Group. | Foto: picture alliance/dpa | Arne Dedert

Die DWS will Kreisen zufolge die gegen ihre nachhaltigen Investmentprodukte erhobenen Vorwürfe intern genauer unter die Lupe nehmen. Die Fondstochter der Deutschen Bank habe die US-Anwaltskanzlei Sullivan & Cromwell beauftragt, sie sowohl in den USA bei den Ermittlungen der US-Wertpapierbehörde SEC juristisch zu vertreten als auch den Sachverhalt intern zu überprüfen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch mit Verweis auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Ein Sprecher des Unternehmens habe die Informationen nicht kommentiert, hieß es in dem Bericht weiter. Die DWS weist die Green-Washing-Vorwürfe, die eine ehemalige Mitarbeiterin erhoben hatte, bislang zurück.

DWS weist Greenwashing-Vorwürfe entschieden zurück  

Die DWS war Ende August laut Medienberichten ins Visier der Aufsichtsbehörden geraten. Sie soll Angaben zu den Nachhaltigkeitskriterien (ESG) beim Asset Management zu hoch angesetzt haben. Sowohl die US-Behörden als auch die deutsche Finanzaufsicht Bafin ermitteln demnach gegen die DWS.

BaFin untersucht DWS nach Vorwürfen zu Nachhaltigkeitsprodukten

SEC ermittelt gegen DWS 

Nun sollen die US-Börsenaufsicht SEC, das US-Justizministerium sowie die BaFin die DWS mit den Vorwürfen der ehemaligen Mitarbeiterin konfrontiert haben. Deshalb habe sich die Deutsche-Bank-Tochter einen Rechtsbeistand geholt. Der Umfang der internen Untersuchung würde aber über die Anschuldigungen der Mitarbeiterin hinausgehen, berichtete Bloomberg weiter.

DWS weist Beschuldigungen zurück

Die DWS hatte die Anschuldigungen Ende August "entschieden" zurückgewiesen. Damit konnte sie allerdings nicht verhindert, dass die Aktie von knapp 42 Euro auf unter 36 Euro abrutschte und sich seitdem auch nicht erholte.

Am Mittwoch fiel das Papier nach dem Bloomberg-Bericht um bis zu knapp drei Prozent auf 35,04 Euro und damit auf den tiefsten Stand seit März. Zuletzt konnte sich der Kurs wieder etwas erholen. Am frühen Nachmittag betrug das Minus nur noch etwas mehr als ein Prozent - das Papier verlor damit deutlich weniger als der Gesamtmarkt.

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