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Raimund Röseler räumt fehlende "kritische Distanz" der BaFin im Wirecard-Skandal ein

Der Exekutivdirektor der BaFin sagte im Untersuchungsausschuss, man habe zu häufig den Erklärungen des Unternehmens einfach geglaubt.

Raimund Röseler | Foto: BaFin

Der oberste Bankenaufseher der BaFin, Raimund Röseler, hat Fehler der Behörde im Bilanzskandal um das ehemalige Dax-Unternehmen Wirecard eingeräumt. "Man hatte sicher nicht die nötige kritische Distanz", sagte der Exekutivdirektor der Finanzaufsicht am Dienstag im Untersuchungsausschuss des Bundestags.

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Aktivere Einschätzung wäre nötig gewesen

Das habe aber nicht damit zu tun gehabt, dass Wirecard ein aufstrebender Dax-Konzern gewesen sei, sondern eher damit, wie lange jemand für die Aufsicht über eine Bank zuständig sei. Im Fall Wirecard hätte die BaFin nach Einschätzung von Röseler aktiver sein müssen. Zu häufig habe man den Erklärungen des Unternehmens einfach geglaubt.

Die Rolle der Finanzaufsicht in dem Betrugsskandal ist umstritten. Nach Anzeigen von Wirecard-Aktionären hat die Frankfurter Staatsanwaltschaft inzwischen ein formelles Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die Aktionäre werfen der BaFin vor, sie habe ihre Aufsichtspflichten verletzt. Außerdem geht es um die möglicherweise strafbare Verletzung von Regeln zum Insiderwissen.

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Das frühere Dax-Unternehmen Wirecard hatte im Juni 2020 ein Bilanzloch von 1,9 Mrd. Euro eingeräumt und in der Folge Insolvenz angemeldet. Neben Wirtschaftsprüfern steht auch die BaFin in der Kritik, weil der mutmaßliche Betrug über Jahre nicht auffiel.

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