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"Ich möchte, dass die Banken Ende 2023 tatsächlich wie geplant abwicklungsfähig sein werden", sagt Elke König

Einer Verlängerung ihres Mandats an der Spitze der EU-Bankenabwicklungsbehörde SRB über das Ende nächsten Jahres hinaus erteilt sie eine klare Absage.

Elke König, Chefin der EU-Bankenabwicklungsbehörde SRB | Foto: picture alliance / dpa | Fredrik Von Erichsen

Elke König drängt auf eine stärkere Verknüpfung von Abwicklung und Einlagensicherung nach US-amerikanischem Vorbild.

In der Bankenunion gebe es zwar im Gegensatz zu den USA heute 21 unabhängige Mitgliedstaaten, sagte die Chefin der europäischen Bankenabwicklungsbehörde SRB im Interview der Börsen-Zeitung. Aber langfristig wäre der "der Aufbau einer europäischen FDIC dennoch der richtige Weg", so König im Interview mit der Zeitung.

Die Einrichtung einer europäischen FDIC befreie Aufseher allerdings nicht von der Frage, "ob die Insolvenzregeln harmonisiert werden müssen", gibt König zu bedenken. Auch mit einer solchen neuen Behörde am Ende die Verluste einer Bank zugeordnet werden können.

Niemand legt die Axt an die Sicherungssysteme der Genossenschaftsbanken oder der Sparkassen.

Elke König, SRB-Chefin

Mit Blick auf die gemeinsame europäische Einlagensicherung (Edis) sagte König der Zeitung: "Niemand legt die Axt an die Sicherungssysteme der Genossenschaftsbanken oder der Sparkassen". Sie glaube fest an eine europäische Einlagensicherung – "aber bitte mit einheitlichen Spielregeln für alle".


Die Umsetzung von Basel III werde auch die Vorgaben für das Bail-in-Kapital der Banken erhöhen, ist König überzeugt. "Wenn der Kapitalbedarf steigt, dann nimmt logischerweise auch der Bedarf an MREL zu", erläutert sie mit Blick auf den Mindestkapitalpuffer. Die Höhe sei im Moment allerdings noch nicht realistisch zu beziffern.

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