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Christian Sewing unternimmt Canossagang zur BaFin

Der Deutsche-Bank-Chef entschuldigt sich für die - mittlerweile zurückgezogene - Studie aus seinem Haus, die sich kritisch mit der Finanzaufsicht und der Politik auseinandersetzte.

Deutsche-Bank-CEO Christian Sewing | Foto: picture alliance/dpa | Arne Dedert

Verkehrte Welt: Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing kritisiert die BaFin nicht, er entschuldigt sich bei ihr. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Hintergrund sind kritische Äußerungen des Analysten Jan Schildbach in einer Studie, die die Deutsche Bank nur wenige Stunden im Netz hatte und sich anschließend offiziell von ihr distanzierte.

Deutsche Bank distanziert sich von Studie ihres Analysten zum deutschen Finanzsektor

Laut dem Bloomberg-Bericht, der sich auf mit der Angelegenheit vertraute Personen beruft, habe Sewing der Finanzaufsicht versichert, dass die Deutsche Bank die in der Studie dargelegten Ansichten, unter anderem zur mangelnden Qualifikation der Regulierungsbehörden, nicht teile.

Deutsche Bank lehnt Kommentar ab

Ein Sprecher der Deutschen Bank wollte auf Nachfrage von FinanzBusiness den Bericht von Bloomberg nicht kommentieren. Er lehnte auch ab, sich zu möglichen arbeitsrechtlichen Konsequenzen für den Studienautor oder seine Vorgesetzten zu äußern.

Sprengstoff bot Schildbachs Studie auch vom Timing her - wenige Tage vor der Bundestagswahl. Die BaFin unterliegt der Aufsicht von Bundesfinanzminister Olaf Scholz. Der SPD-Politiker hat Chancen, nächster deutscher Bundeskanzler zu werden.

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