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Neuer Helaba-Vorstand offen für eine Fusion mit der Deka

Das Zentralinstitut der Sparkassen rückt wieder in Sichtweite: Thomas Groß, seit Juni Chef der Helaba, will die Fusionsgespräche mit der Deka fortsetzen.

Helaba-Chef Thomas Groß | Foto: picture alliance/dpa

Wie sein Vorgänger Uwe Trautmann zeigt sich auch der neue Helaba-Chef Thomas Groß offen für eine Fusion seines Hauses mit der Deka als Kern eines Zentralinstituts für die Sparkassen-Finanzgruppe. "Ich bin überzeugt, dass eine Konsolidierung Sinn macht", sagte Groß am Donnerstag (3. September) vor Journalisten in Frankfurt. "In diesem Sinne hoffe ich, dass zu gegebener Zeit entsprechend wieder Gespräche geführt werden können."

Die Sparkassen hatten den beiden mehrheitlich von ihnen kontrollierten Instituten Dekabank und Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) aufgetragen, ein mögliches Zusammengehen auszuloten. Wegen der Corona-Krise wurden die Gespräche vorübergehend auf Eis gelegt. Sparkassenpräsident Helmut Schleweis hatte sich kürzlich dafür ausgesprochen, die Verhandlungen so früh wie möglich fortzusetzen.

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Scheidender Helaba-Invest-Chef wünscht sich Fusion 

Aus Sicht von Groß macht eine Fusion Sinn. Der Helaba-Chef betonte jedoch: "Es muss klar sein: Was soll dieses künftige Zentralinstitut machen? Welche Kundengruppen sollen zum Kern dieses Zentralinstituts gehören? (...) Diese Klarheit muss am Beginn des Prozesses stehen."

Abhängigkeit von Zinsen verringern

Die Helaba selbst will Groß unabhängiger vom Zinsumfeld machen. "Wir sind auf dem strammen Weg, ein Provisionsergebnis von 500 Mio. Euro plus pro Jahr zu erreichen", sagte der seit 1. Juni amtierende Vorstandschef. Ziel sei, den Anteil des zinstragenden Geschäfts am Gesamtertrag von 75 Prozent in den nächsten Jahren der 50-Prozent-Marke anzunähern.

Als ein Wachstumsfeld sieht Groß die Betreuung vermögender Privatkunden über die Helaba-Tochter Frankfurter Bankgesellschaft - trotz wachsender Konkurrenz. Auch ihre Position als Abwickler im Zahlungsverkehr will die Helaba stärken - hier habe das Institut in den vergangenen Monaten vom Trend zum bargeldlosen Zahlen profitiert.

Wird 2020 ein Minusjahr?

Das Immobiliengeschäft will Groß nicht schrumpfen, "aber wir wollen den Anteil des Immobiliengeschäfts reduzieren, indem wir andere Geschäftsfelder ausbauen".

Im ersten Halbjahr 2020 hatten die Turbulenzen an den Kapitalmärkten die Helaba, wie berichtet, in die roten Zahlen gedrückt. Der Konzern wies vor Steuern 274 Mio. Euro Verlust aus, nach Steuern ergab sich ein Minus von 185 Mio. Euro. Einen Verlust im Gesamtjahr schloss Groß erneut nicht aus.

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