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Startguthaben für das Online-Depot gibt es ab sofort im Supermarkt

Mit der Idee, das Konzept des "Freirubbelns" von Guthaben für die Geldanlage nutzbar zu machen, betritt Quirion, die Tochter der Quirin Privatbank, hierzulande Neuland.

Martin Daut, CEO von Quirion | Foto: Quirion

An den Kassen der Edeka-Supermärkte liegen oder hängen ab sofort Gutscheinkarten des Robo-Advisors Quirion. Erhältlich sind dabei Guthabengrößen von 25, 50 und 100 Euro. Beim Kauf werden die Karten aktiviert und können danach auf der Website von Quirion eingelöst werden.

"Die Idee hatten wir schon vor langer Zeit", sagt Quirion-Chef Martin Daut gegenüber FinanzBusiness. Es sei nicht einfach gewesen, die deutschen Supermarktbetreiber von der Idee zu überzeugen. Nur die Edeka-Betreiber hätten sich aufgeschlossen gezeigt.

Wir müssen als Fintech schließlich auch neue Wege ausprobieren.

Martin Daut, CEO von Quirion

Konkrete Ziele hat sich Daut dabei nicht gesetzt. Er möchte erst einmal sehen, wie gut sich die Rubbelkarten verkaufen. "Wir müssen als Fintech schließlich auch neue Wege ausprobieren." Das Angebot richtet sich sowohl an Neu- als auch Bestandskunden. "Wir wollen aber vor allem diejenigen erreichen, die sich bisher noch nicht mit einer Anlage am Kapitalmarkt beschäftigt haben.

Individuelles Risiko-Rendite-Profil

Neukunden sollen nach dem Kauf online durch den Verkaufsprozess geführt werden, ein individuelles Risiko-Rendite-Profil wird danach erstellt. Bestandskunden können in ihrem vorhandenen Depot den Gutscheincode bei der Aufstockung des Depots eingeben.

Deutlich strengere regulatorische Anforderungen

Dass ein Finanzanlageprodukt deutlich strengere gesetzliche und regulatorische Anforderungen erfüllen muss als viele andere Gutscheinkarten, ist dem Quirion-Chef völlig klar.

Auf der Rückseite befindet sich die Erklärung aller nötigen Schritte.

Martin Daut, CEO von Quirion

"Auf der Rückseite befindet sich die Erklärung aller nötigen Schritte."

Die Quirion AG ist eine Tochter der Quirin Privatbank und hat nach eigenen Angaben beim verwalteten Vermögen die Marke von einer Milliarde Euro erreicht. Die Berliner haben aktuell über 40.000 Kunden. Vor rund einem Jahr lag die Zahl der Kunden bei über 23.000.

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