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Niederländisches Payment-Startup peilt zweistelligen Marktanteil in Deutschland an

Nach jüngster Finanzierungsrunde erreicht das Fintech eine Bewertung von über eine Mrd. Dollar.

Foto: Quelle: Mollie

Katharina Meran, die Deutschland-Chefin des niederländischen Zahlungsdienstleisters Mollie will hierzulande einen Marktanteil von 10 bis 15 Prozent mit Bezug auf das Transaktionsvolumen erreichen.

Der Wettbewerb ist hart, aber der Markt ist riesig, und er wächst.

Katharina Meran,

"Der Wettbewerb ist hart, aber der Markt ist riesig, und er wächst", sagt Meran im Handelsblatt-Interview.

Bewertung dringt in Einhorn-Liga-Sphären vor

Insgesamt hat Mollie seit der Gründung 2004 nach Handelsblatt-Angaben 115 Mio. Euro eingesammelt. Nach Aussage von Meran sei nach der jüngsten Finanzierungsrunde die Bewertung der Gesellschaft "in die Liga der Einhörner" vorgestoßen, womit Unternehmen gemeint sind, die von Investoren mit mindestens einer Mrd. Dollar bewertet werden.

KMUs im Visier

Das Unternehmen setzt darauf, kleine und mittelständische Unternehmer im E-Commerce als Kunden für die Zahlungsabwicklung zu gewinnen. Geplant seien zudem neue Finanzdienstleistungsprodukte für Händler in ganz Europa. Nach eigenen Angaben entwickelt das von Adriaan Mol aufgebaute Unternehmen aktuell den Zahlungsverkehr für etwa 100.000 Kunden europaweit ab. In Deutschland hat das Unternehmen Niederlassungen in München und in Kiel.

Zahlungsverkehr und damit verbundene Dienstleistungen bleiben auch nach der spektakulären Pleite von Wirecard ein Geschäftsbereich, in dem Banken und Fintechs um Marktanteile ringen.

Zuletzt hat der Handels- und Dienstleistungskonzern Otto Group aus Hamburg angekündigt, die Zahlungsabwicklung ins eigenen Haus zu holen.

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