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Wirecard-Konkurrent Adyen befindet sich weiter auf Wachstumskurs

Der Zahlungsdienstleister mit Sitz in Amsterdam verzeichnet einen deutlichen Gewinnsprung im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres, wobei die Marge runterging.

Alexa von Bismarck, Deutschlandchefin von Adyen | Foto: Adyen

Der niederländische Zahlungsabwickler Adyen N.V. profitiert vom durch die Corona-Pandemie ausgelösten Schub im Online-Handel. Im ersten Halbjahr verzeichnete der Wirecard-Konkurrent 141 Mio. Euro Ebitda - das sind mehr als 12 Prozent Zuwachs im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Der Gewinn entspricht rund 50 Prozent des Umsatzes. Ein Jahr zuvor hatte diese Marge noch bei 57 Prozent gelegen. Adyen erklärte dies mit der Einstellung zusätzlicher Mitarbeiter, die das Unternehmen beim geplanten Ausbau seines Geschäfts unterstützen sollen.

Neues Büro in München

Im Berliner Büro wurden laut dem am Donnerstag (20. August) vorgelegten Halbjahresbericht im ersten Halbjahr keine neuen Leute eingestellt, dafür das Büro mit einem sechsköpfigen Team in Münchener Innnenstadt komplett neu aufgebaut.

Und Adyen will weiter wachsen: "Wir investieren kontinuierlich in den Ausbau der Plattform mit von Händlern geführten Innovationen. Diesem Ansatz folgend haben wir vor kurzem unsere globale Präsenz im Acquiring-Bereich auf Malaysia ausgedehnt und wichtige lokale Zahlungsmethoden wie GrabPay in APAC und Amazon Pay in Europa hinzugefügt", heißt es in dem von CEO Pieter van der Does und CFO Ingo Uytdehaage unterzeichneten Bericht.

Jedoch wurde der Zahlungsabwickler ein Opfer seines eigenen Erfolgs. Der Nettogewinn des Zahlungsdienstleisters, zu dessen Kunden in Deutschland unter anderem der Anbieter von Fernbusreisen Flixbus und der Lieferant von Kochboxen Hello Fresh SE zählen, ging um 15 Prozent auf gut 78 Mio. Euro zurück, da das Unternehmen den Wert eines Finanzinstruments in seinen Büchern nach unten korrigierte, dessen Wertenwicklung an den zuletzt stark gestiegenen Aktienkurs gekoppelt ist.

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