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Blessing soll Verwaltungsratschef der Danske Bank werden

Der einstige Chef der Commerzbank soll den Vorsitz des Verwaltungsrats in Dänemarks größter Bank übernehmen. Er folgt auf Karsten Dybvad, der mit dem Geldwäscheskandal der Bank aufräumen wollte.

Martin Blessing anlässlich der Bilanz-Pressekonferenz der Commerzbank AG für das Jahr 2014. | Foto: picture alliance / Sven Simon | Rene Traut/SVEN SIMON

Der ehemalige Commerzbank-Chef und UBS-Top-Manager Martin Blessing soll bei der Danske Bank den Vorsitz des Verwaltungsrats übernehmen. Die Danske Bank werde Blessing als Nachfolger für Karsten Dybvad vorschlagen, der bei der nächsten Hauptversammlung zurücktrete, teilte Dänemarks größtes Geldhaus am Dienstag mit. Dybvad war vor gut drei Jahren mit dem Ziel angetreten, die Danske Bank nach dem milliardenschweren Geldwäscheskandal wieder auf Kurs zu bringen.

Seit 2020 im Verwaltungsrat

Blessing war 2020 in den Danske-Verwaltungsrat eingezogen. Sollte er zum Chef des Gremiums gewählt werden, werde er dafür sorgen, dass sich die positive Entwicklung der Bank fortsetze, versprach der 58-Jährige.

Blessing war von 2008 bis 2016 Chef der Commerzbank. Er ging dann zur Schweizer Großbank UBS, wo er zunächst für das Schweizer Privatkundengeschäft zuständig war. 2018 wurde Blessing Co-Chef für die Kernsparte Vermögensverwaltung. Nach einer eher schwachen Entwicklung der Abteilung musste er nach nur drei Jahren bei der UBS seinen Hut nehmen. Zuletzt war Blessing vor allem im Geschäft mit leeren Unternehmenshüllen (SPACs) in Erscheinung getreten.

Der massive Geldwäscheskandal der Danske Bank hatte die gesamte Branche erschüttert. Über die estnische Danske-Niederlassung wurden von 2007 bis 2015 verdächtige Zahlungen in einem Volumen von 200 Mrd. Euro abgewickelt. Die Danske-Hauptversammlung ist für den 17. März geplant.

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