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BaFin schickt der VTB Bank Europe einen Sonderbeauftragten ins Haus

Wie im Fall von N26 geht die Aufsicht gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung vor. Sie fordert die russische Bank dazu auf, ihre Sicherungsmaßnahmen zu verbessern.

Andrey Kostin, Präsident der VTB Bank | Foto: picture alliance/dpa/Sputnik | Alexei Danichev

Zuletzt stand N26 im Fokus, jetzt die deutsche Tochter der russischen VTB Bank: Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat bei dem Institut zum 1. Oktober "die Umsetzung angemessener interner Sicherungsmaßnahmen zur Prävention von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung angeordnet", wie die Behörde mitteilt.

Zusätzlich schickte sie "mit sofortiger Wirkung" einen Sonderbeauftragter ins Haus, der die Maßnahmen überwachen soll.

Mehrheitlich im Besitz des russischen Staates

Die VTB Bank (Europe) SE hat ihren Firmensitz in Frankfurt und meldete zuletzt eine Bilanzsumme von acht Mrd. Euro. Sie gehört jedoch zur zweitgrößten russischen Bankengruppe, die sich mehrheitlich im Besitz des russischen Staates befindet und gemessen am Kapital eine der 100 größten Banken weltweit ist. 

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Auf dem deutschen Markt konzentrierte sich das Institut lange auf Geschäftskunden, seit 2011 bietet es über die Onlinebank VTB Direktbank auch Privatanlegern Finanzprodukte an.

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