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Summe der faulen Kredite bei Banken im Euroraum im Frühjahr gesunken

Im zweiten Quartal 2021 hatten die 114 größten Finanzinstitute der Euro-Zone noch 422 Mrd. Euro an notleidenden Krediten (NPL) in ihren Büchern - sieben Prozent weniger als zu Jahresbeginn.  

EZB-Zentrale in Frankfurt | Foto: picture alliance / Daniel Kalker | Daniel Kalker

In der abklingenden Corona-Krise haben die Banken im Euroraum den Umfang der faulen Kredite in ihren Büchern im Frühjahr verringert.

Die Summe der sogenannten notleidenden Kredite (NPL) in den 114 größten Finanzinstituten der Euro-Zone fiel im zweiten Quartal auf 422 Mrd. von 455 Mrd. Euro zu Jahresbeginn, wie aus am Mittwoch veröffentlichten Daten der Europäischen Zentralbank (EZB) hervorgeht.

Die EZB hat die Banken im Währungsraum mehrfach aufgefordert, sich auf einen möglichen Anstieg der Problemkredite als Folge der Virus-Krise vorzubereiten, auch wenn sich dies in der NPL-Statistik bislang noch nicht abzeichnet.

Pandemie-Programme zeigen Wirkung

Die in der Pandemie ergriffenen Stützungsmaßnahmen haben der EZB zufolge in der Krise dazu geführt, dass die Zahl der Firmeninsolvenzen auf historische Tiefstände gefallen ist. Doch wenn Hilfen nach und nach entzogen würden, seien "deutlich höhere" Pleitezahlen nicht auszuschließen - insbesondere in bestimmten Euro-Ländern, warnte die EZB im Sommer.

Die Zahl der Unternehmenspleiten wird nach den Erwartungen des weltgrößten Kreditversicherers Euler Hermes allerdings erst im kommenden Jahr wieder anziehen - weltweit und in Deutschland. Nach der Euro-Schuldenkrise saßen die Großbanken im Euro-Raum 2014 noch auf faulen Krediten im Volumen von fast einer Billion Euro. Es brauchte Jahre, um diese allmählich abzubauen.

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