FinanzBusiness

Stimmung im Mittelstand trübt sich weiter ein

In nahezu allen anderen Segmenten trübte sich das vom KfW-Ifo-Mittelstandsbarometer erfasste Geschäftsklima im August mehr oder weniger deutlich ein - nur das Baugewerbe sticht positiv hervor.

KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib | Foto: KfW

Eine vierte Corona-Welle und Materialengpässe bereiten dem deutschen Mittelstand zusehends Sorge. Das Geschäftsklima trübte sich im August den zweiten Monat in Folge ein, wie die staatliche Förderbank KfW zu ihrem Mittelstandsbarometer mit dem Münchner Ifo-Institut am Montag mitteilte.

Es fiel um 2,3 Zähler auf 6,9 Saldenpunkte. Dabei sanken die Geschäftserwartungen der kleinen und mittleren Unternehmen wie bereits im Vormonat deutlich. Das Barometer zur Geschäftslage legte hingegen auf einen Jahreshöchststand zu.

Die Materialengpässe in der Industrie werden sich in den kommenden Monaten wohl nur graduell lösen und dämpfen bis dahin trotz guter Nachfrage die Produktion.

Fritzi Köhler-Geib, KfW-Chefvolkswirtin

Der von sinkenden Erwartungen getriebene Rückgang des Mittelstandsbarometers passt laut KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib ins Bild, denn die weitere Luft nach oben für das Wirtschaftswachstum sei aktuell begrenzt: "Die Materialengpässe in der Industrie werden sich in den kommenden Monaten wohl nur graduell lösen und dämpfen bis dahin trotz guter Nachfrage die Produktion."

Nur Baugewerbe ist positiv gestimmt

Blickt man in die einzelnen Wirtschaftsbereiche, so sticht im August allein der Bau positiv hervor. Sowohl in den kleinen und mittleren als auch in den großen Bauunternehmen (+1,3 Zähler auf 13,5 Saldenpunkte bzw. +4,7 Zähler auf 9,5 Saldenpunkte) steigt die Stimmung an. Laut KfW ein Beleg für die weiterhin fundamental guten Geschäfte in dieser Branche.

In nahezu allen anderen Segmenten trübte sich das Geschäftsklima mehr oder weniger deutlich ein. Besonders stark war der Einbruch in der Großindustrie, der mit einem ebenso schlagartigen Verfall der Exporterwartungen einherging.

Mehr von FinanzBusiness

N26 ist vom Absturz von Platz eins auf Platz 17 beim Finnoscore überrascht

Die von der Wiener Beratungsgesellschaft Finnoconsult erstellte Studie zur digitalen Kompetenz deutscher Finanzinstitute brachte ein unerwartetes Ergebnis: N26 verlor die Spitzenposition an die Sparda-Bank Baden-Württemberg und landete im Mittelfeld. Auf Anfrage von FinanzBusiness nimmt die Neobank Stellung.

Volksbank Pirna fusioniert mit Wohnungsgenossenschaft GWG Sebnitz

Als Fusionsstichtag ist der 1. Januar 2022 angesetzt, die Mitglieder- und Vertreterversammlungen beider Genossenschaften müssen allerdings noch zustimmen. Grundsätzlich ist die Volksbank offen für weitere Zusammenschlüsse dieser Art, erfuhr FinanzBusiness vom Vorstandsvorsitzenden des Instituts.

Lesen Sie auch

Mehr dazu

Neueste Nachrichten

Finanzjob