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Kreditvergabe der deutschen Banken schrumpft laut KfW im 2. Quartal deutlich

Ein Drittel des sinkenden Kreditneugeschäfts ist jedoch auf die Effekte der Pandemie zurückzuführen.

Fritzi Köhler-Geib, KfW-Chefökonomin | Foto: KfW

Das Kreditneugeschäft ist nach einer Prognose der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) im zweiten Quartal um neun Prozent zurückgegangen, nachdem sich das Minus im ersten Quartal auf 6,5 Prozent belief. Das berichtet das Handelsblatt und beruft sich auf den aktuellen Kreditmarktausblick der staatlichen Förderbank.

Vorjahr durch Corona-Maßnahmen überzeichnet

Die sinkende Kreditvergabe gilt als Indikator dafür, dass Unternehmen weniger investieren. Die KfW verweist  bei den neuen Zahlen jedoch darauf, dass die Kreditvergabe im Frühjahr 2020 Corona-bedingt überzeichnet war. Laut Angaben von KfW Research ist etwa ein Drittel der aktuellen Schrumpfungsrage auf diesen Basiseffekt zurückzuführen.

Ich gehe davon aus, dass die Veränderungsrate des Kreditneugeschäfts im Sommer ihren Tiefpunkt durchschreitet, bevor dann mit dem Wegfall des negativen Basiseffekts und der kräftigeren Konjunktur im Herbst die Erholung beginnt.

Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW, im Handelsblatt

Fritzi Köhler-Geib, die Chefvolkswirtin der KfW, rechnet damit, dass sich die Lage in Deutschland in den kommenden Monaten stabilisieren wird. "Ich gehe davon aus, dass die Veränderungsrate des Kreditneugeschäfts im Sommer ihren Tiefpunkt durchschreitet, bevor dann mit dem Wegfall des negativen Basiseffekts und der kräftigeren Konjunktur im Herbst die Erholung beginnt.", sagte Köhler-Geib der Zeitung.

Im Sommer Wachstumsschub erwartet

Die KfW-Volkswirtin rechnet nicht damit, dass sich die deutlich schwächere Kreditnachfrage der Unternehmen entscheidend auf das Wirtschaftswachstum auswirken wird. Die KfW erwartet im Sommer einen Wachstumsschub, getragen vom privaten Konsum.

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