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Hoffnung der Banken auf mittelfristig steigende Zinsen ist dahin

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hat auf seiner Sitzung am Donnerstag die ultralockere Geldpolitik zementiert. Kritik kommt prompt von den Verbänden der deutschen Finanzwirtschaft.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde auf der Pressekonferenz am Donnerstag. | Foto: Sanziana Perju / ECB

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hat trotz steigender Inflationsraten seine ultralockere Geldpolitik zementiert. Alle Hoffnungen der unter Ertragsdruck stehenden Banken und Sparkassen, dass die Zinsen  - zumindest mittelfristig - wieder steigen werden, machte die EZB auf ihrer ersten geldpolitischen Sitzung nach der Strategieänderung zunichte.

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Das einzig Neue ist, dass alles beim Alten bleibt - und zwar noch viel länger als gedacht.

Carsten Brzeski, Chefvolkswirt der ING Deutschland

"Das einzig Neue ist, dass alles beim Alten bleibt - und zwar noch viel länger als gedacht", sagte Carsten Brzeski, Chefvolkswirt der ING Deutschland FinanzBusiness.

Nunmehr dürften sich alle Hoffnungen auflösen, dass es schon 2023 oder 2024 zu einer Zinserhöhung kommen könne, erklärte der Chefvolkswirt des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), Andreas Bley.

Verlängerung der Belastungsprobe

Damit verlängere sich "die Belastungsprobe anhaltender Minuszinsen für Sparer und die Finanzwirtschaft". Der Bankenverband BdB stieß ins selbe Horn: Wirtschaft und Sparer würden "leider noch lange Zeit mit Negativzinsen leben müssen. Und dies trotz deutlich steigender Preise", sagte BdB-Hauptgeschäftsführer Christian Ossig.

Die Europäische Zentralbank (EZB) will die pandemiegeschwächte Wirtschaft der Euro-Zone auch nach der akuten Krisenphase weiter mit einer sehr lockeren Geldpolitik stützen. Dies geht aus dem geldpolitischen Ausblick hervor, den sie auf ihrer Zinssitzung neu formulierte.

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