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Behavioral Banking: Der irrationale Bankkunde

Verbraucher unterschätzen häufig die Folgen ihrer Entscheidungen – nicht nur beim Zinseszins. Wie Banken die Erkenntnisse der Verhaltensökonomie strategisch für sich nutzen können, erklärt Wirtschaftsprofessor Thorsten Hens im Gespräch mit FinanzBusiness.

Behavioral Banking: Irrationale Entscheidung oder rational richtig? (Symbolbild) | Foto: Colourbox

Ein Latte Macchiato mit Karamellsauce kann bei Starbucks schnell mal fünf Euro kosten. Für rund 97 Euro -  also etwa 20 Latte Macchiatos - ist es möglich, in Starbucks zu investieren. Die Aktie legte seit einem Jahr mehr als 40 Prozent zu. Und nun Hand aufs Herz: Wer würde mit diesem Wissen an der Schwelle zur Starbucks-Filiale kehrt machen und sein Geld lieber investieren? Die wenigsten.

Denn die meisten Menschen gewichten ihren heutigen Konsum und Nutzen stärker als den der Zukunft. "Discounted Utility" heißt das Modell, das Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Samuelson 1937 entwickelt hat. Seine Erkenntnisse und auch die Ergebnisse der verhaltensökonomischen Forschung im Allgemeinen können sich Banken zu Nutze machen - bis heute gibt es hier aber noch Luft nach oben.

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