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DSGV übernimmt Federführung der Deutschen Kreditwirtschaft

Mit dem neuen Jahr ändert sich auch der Vorsitz im Spitzenverband der Dachverbände. Die Sparkassen sehen 2021 Klimaschutz und Digitalisierung oben auf der Agenda.

Helmut Schleweis auf dem Deutschen Sparkassentag 2019 | Foto: picture alliance/dpa | Axel Heimken

"Die deutsche Kreditwirtschaft steht 2021 vor großen Herausforderungen", mit diesen Worten leitet Helmut Schleweis die Federführung des Deutschen Sparkassenverbands (DSGV) im Spitzenverband Deutsche Kreditwirtschaft (DK) ab dem 1. Januar ein.

Die Kreditinstitute haben eine besondere Verantwortung, in der Corona-Pandemie ihrer dienenden Funktion für die Volkswirtschaft gerecht zu werden. Gleichzeitig müssen wir die Digitalisierung und den Klimaschutz vorantreiben.

Helmut Schleweis, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands

"Die Kreditinstitute haben eine besondere Verantwortung, in der Corona-Pandemie ihrer dienenden Funktion für die Volkswirtschaft gerecht zu werden. Gleichzeitig müssen wir die Digitalisierung und den Klimaschutz vorantreiben. Hier wird die deutsche Kreditwirtschaft stärker als bisher als gemeinsames Sprachrohr gefordert sein", so der Präsident des DSGV in einer Mitteilung weiter.

In der DK arbeiten der DSGV, der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), der Bundesverband deutscher Banken (BdB), der Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB) sowie der Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) zusammen. Die DK erarbeitet gemeinsame Vorschläge und Stellungnahmen auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene.

Den Vorsitz dieses Gremiums hatte im abgelaufenen Jahr der BVR inne. Die Federführung der DK wechselt jährlich zwischen DSGV, BdB und BVR.

Digitaler Euro und Basel III im Fokus

Fürs kommende Jahr sieht der Dachverband der Sparkassen vor allem regulatorische Herausforderungen. Hierzu zählt der DSGV vor allem die Einführung des digitalen Euro.

Bei der Umsetzung des finalen Baseler Rahmenwerks (Basel III) will sich die DK dafür einsetzen, dass europäischen Besonderheiten wie dem Mittelstandsgeschäft angemessen Rechnung getragen wird und die deutschen Institute durch Regelungen wie dem Output-Floor nicht deutliche Wettbewerbsnachteile gegenüber Banken außerhalb des Kontinents erfahren. Ein Provisionsverbot lehnt die DK ab.

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