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Sparkasse Hannover verschreibt sich der Klimaneutralität ab 2021

Das Institut folgt damit einem vorherrschenden Trend und stützt sich auf Erkenntnisse einer eigens initiierten Bürgerbefragung. Bereits 2009 hatte die Sparkasse den Nachhaltigkeitsgrundsatz als wichtigen Pfeiler der Unternehmensstrategie aufgenommen.

Volker Alt, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Hannover (links) und Nora Dohles von der Nachhaltigkeitsberatung imug csr | Foto: Helge Krückeberg

Die Sparkasse Hannover folgt dem Zeitgeist und hat sich zum Ziel gesetzt, bereits in 2021 Klimaneutralität im Bankbetrieb zu erreichen.

Begleitet von der imug Beratungsgesellschaft analysieren wir all unsere Handlungsfelder, um festzustellen, mit welchen Veränderungen wir welche Effekte für mehr Nachhaltigkeit erzielen können. Das betrifft neben dem Bankbetrieb, unserem Personalmanagement und dem gesellschaftlichen Engagement vor allem unser Kerngeschäft.

Volker Alt, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Hannover

Das Institut wolle sich in den kommenden Jahren weiterhin systematisch hin zu mehr Nachhaltigkeit entwickeln und setze dabei vor allem auf Transparenz, bekräftigt Volker Alt, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Hannover, in einer Pressemitteilung: "Begleitet von der imug Beratungsgesellschaft analysieren wir all unsere Handlungsfelder, um festzustellen, mit welchen Veränderungen wir welche Effekte für mehr Nachhaltigkeit erzielen können. Das betrifft neben dem Bankbetrieb, unserem Personalmanagement und dem gesellschaftlichen Engagement vor allem unser Kerngeschäft."

Einsetzen von Elektrofahrzeugen im Sparkassenbetrieb

Demnach unterstütze die Sparkasse Hannover auch den Mobilitätswandel in der Region - angefangen im eigenen Unternehmen. "Beim Auslaufen von Leasingverträgen werden alte Dienstfahrzeuge möglichst durch klimafreundliche Autos mit Elektroantrieb beziehungsweise durch Plug-in-Hybride ersetzt", so Vorstandschef Alt. Mehrere Filialen wurden zudem mit Elektroladesäulen ausgestattet.

Beim Auslaufen von Leasingverträgen werden alte Dienstfahrzeuge möglichst durch klimafreundliche Autos mit Elektroantrieb beziehungsweise durch Plug-in-Hybride ersetzt.

Volker Alt, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Hannover

Nachhaltige Geldanlage mit Deka-Impact-Fonds

Auch beim Thema nachhaltige Geldanlage will der Vorstandsvorsitzende die Hürden für interessierte Kunden abbauen und wirkungsvolle Hebel für nachhaltiges Investieren aufzeigen: "Es gibt sehr gute Möglichkeiten, mit Finanzanlagen den Klimaschutz wirksam zu unterstützen, und zwar auch schon mit kleinen Summen. Wir haben zahlreiche Produkte im Portfolio, mit denen Anleger den Klimaschutz und die weiteren globalen Nachhaltigkeitsziele unterstützen können. Und das, ohne deshalb auf Rendite zu verzichten", beteuert Alt.

Die Sparkasse erweitere ihr Portfolio nachhaltiger Anlageprodukte stetig, aktuell mit sogenannten Impact-Fonds der Sparkassen-Tochter Deka. Die Produkte, die als Aktien- oder Rentenfonds im Angebot sind, hätten eine nachweislich positive und messbare Wirkung auf die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen.

Kreditvergabe an nachhaltige Kriterien gekoppelt

Ein "besonderes nachhaltiges Finanzprodukt" mit zusätzlich positiver regionaler Wirkung sei der im Mai 2016 eingeführte Sparkassenbrief N+. Aus dem darin angelegten Kapital vergebe die Sparkasse Kredite an Projekte in der Region Hannover, die ökologischen und sozialen Kriterien unterliegen. Da sich die Sparkasse Hannover darüber hinaus verpflichtet hat, mit seinem Absatz Fördergelder an Umweltschutzprojekte auszuschütten, habe sie bis heute 18 Umweltschutzprojekte in Stadt und Umland Hannover mit einer Gesamtsumme von 685.985 Euro unterstützt.

Institut mit Signalwirkung

Die Sparkasse Hannover steht mit einer Bilanzsumme von rund 16,6 Mrd. Euro (Stand Ende 2019) auf Platz 6 im Ranking der deutschen Sparkasseninstitute - ihre Initiative dürfte somit wichtige Strahlkraft auf die deutsche Bankenlandschaft ausüben.

Zudem verschreiben sich zunehmend auch Neobanken dem Thema Nachhaltigkeit - so auch das Hamburger Start-up Tomorrow, das jüngst durch Kooperation mit Apple Pay Zweifel an der Umsetzung des Impact-Gedanken weckte.

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