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Banken bauten 2019 weniger Stellen ab als in den Vorjahren

Konsolidierung und Digitalisierung sind Treiber der weiter rückläufigen Beschäftigung. Anteil von Frauen in Führungspositionen und Teilzeitquote steigen leicht.

Bankenmitarbeiter (Symbolbild) | Foto: colourbox.com

Im deutschen Kreditgewerbe ist die Zahl der Beschäftigten 2019 um 1,8 Prozent auf 561.450 gesunken. Mit einem Minus von rund 10.000 Beschäftigten hat sich damit der seit Jahren bestehende Trend zum Personalabbau in der Branche fortgesetzt, allerdings in abgeschwächter Tendenz. Das teilte der Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes AGV Banken am Montag (7. September) in Berlin mit.

In den beiden Vorjahren hatte sich die Beschäftigtenzahl um 2,5 bzw. 3,8 Prozent verringert.

Den stärksten Personalabbau gab es in der Gruppe der Großbanken. Bei den Privatbankiers bewegte sich die Beschäftigungsentwicklung im Branchendurchschnitt, etwas geringeren Personalabbau meldeten die Regional- und Hypothekenbanken, heißt es weiter.

Anteil von Frauen in Führungspositionen steigt leicht

Der Anteil von Frauen in Führungspositionen im privaten Bankgewerbe ist innerhalb eines Jahres um 0,6 Prozentpunkte gestiegen und liegt mit einer Quote von 34,3 Prozent aller außertariflich Angestellten bei etwas mehr als einem Drittel. Der Wert für 2018 hatte bei 33,7 Prozent gelegen.

Teilzeitquote nimmt auf allen Hierarchieebenen zu

Über alle Beschäftigten hinweg hat sich 2019 die Teilzeitquote auf 26,0 Prozent der Beschäftigten leicht erhöht. 2018 lag erreichte der Anteil 25,6 Prozent. Ebenfalls erneut gestiegen ist der Anteil der Teilzeitkräfte unter den außertariflich Beschäftigten. Der Wert erhöhte sich um einen halben Prozentpunkt auf 16,3 Prozent.

Dem AGVBanken gehören rund 110 Institute (Großbanken, Regionalbanken, Pfandbriefbanken, Spezialbanken, Privatbankiers und Bausparkassen) mit rund 135.000 Beschäftigten an.

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