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EZB überwacht künftig auch systemrelevante Investmentfirmen

Der Antrag auf eine Banklizenz wird verpflichtend. Als systemrelevant gelten Investmentgesellschaften mit einer Bilanzsumme von mindestens 30 Mrd. Euro.

Blick auf die EZB und die Skyline in Frankfurt. | Foto: picture alliance / greatif | Florian Gaul

Die Europäische Zentralbank (EZB) übernimmt die Aufsicht über große systemrelevante Investmentgesellschaften. Solche Unternehmen aus dem Finanzsektor müssten eine Banklizenz beantragen und würden folglich künftig von der EZB überwacht, teilten die Aufseher am Freitag in Frankfurt mit.

Als systemrelevant werden in der EU Investmentgesellschaften eingestuft, die eine Bilanzsumme von mindestens 30 Mrd. Euro aufweisen. Diejenigen Gesellschaften, die künftig der europäischen Bankenaufsicht unterliegen, bieten unter anderem Kerndienstleistungen im Investmentbanking an. Sie sind ähnlich wie Geldhäuser Kredit- und Marktrisiken ausgesetzt.

Liste mit Instituten in der zweiten Jahreshälfte

Die ersten neu als Banken zugelassenen Gesellschaften werden voraussichtlich in der zweiten Hälfte des Jahres 2021 in die Liste der beaufsichtigten Banken aufgenommen und unterliegen damit der europäischen Bankenaufsicht.

Die EZB ist seit Herbst 2014 für die Aufsicht über die großen Banken im Euro-Raum zuständig. Aktuell überwacht sie 114 Institute. In Deutschland zählen unter anderem die Deutsche Bank und die Commerzbank dazu.

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Aus Sicht der Zentralbank mangelt es der Währung nach wie vor an Akzeptanz - ein neues, weniger nüchternes Design soll helfen, diese Lücke zu schließen. Die EZB befragt Forscher, Praktiker und Bürger dazu nach ihrer Meinung.

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