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EZB-Bankenaufsicht warnt Institute vor riskanten Geschäften

Der Ertragsdruck im Niedrigzinsumfeld führt nach Ansicht der Regulierer zu Auswüchsen bei der Bewertung von Vermögenswerten.

Der Eingang zur Europäischen Zentralbank. | Foto: picture alliance / Daniel Kalker

Für die Banken lauern laut der Europäischen Zentralbank (EZB) trotz der weitgehend gut überstandenen Pandemiekrise noch Risiken. Es gelte die Warnzeichen nicht zu übersehen, die sich aus der Jagd nach Rendite im derzeitigen Niedrigzinsumfeld ergäben, sagte EZB-Bankenaufseherin Elizabeth McCaul.

Verschuldungsgrad der Institute steigt 

Beim Versuch Gewinne zu machen, könnten die Finanzinstitute zu große Risiken eingehen. Zudem würden die Kreditprodukte immer komplexer und in einigen Bereichen gebe es bei der Bewertung von Vermögenswerten Auswüchse. Des Weiteren sei eine Erhöhung des Verschuldungsgrads zu beobachten.

Die EZB betreibt derzeit eine Politik der weit offenen Geldschleusen, um die Wirtschaft in der Corona-Krise zu stützen. Als europäische Bankenaufsichtsbehörde kann sie zudem eine Reihe von Aufsichtsbeschlüssen fassen, die für Banken rechtsverbindlich sind.

Zur Vermeidung von Interessenkonflikten zwischen geldpolitischen und aufsichtsrechtlichen Zuständigkeiten gilt für beide Bereiche eine strikte Trennung.

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