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Hufeld-Nachfolger muss vorzugsweise Deutsch können, sagt Jörg Kukies

Im Handelsblatt-Interview sagt Finanzstaatsekretär Kukies zudem, dass die Zahl der Neueinstellungen zur Stärkung der BaFin über eine Empfehlung von maximal 60 hinaus gehen könnte.

Foto: picture-alliance | Thilo Rückeis TSP

Für den Nachfolger des ausscheidenden BaFin-Präsidenten Felix Hufeld sucht das Bundesfinanzministerium nach einem Kandidaten mit internationaler Erfahrung, Kapitalmärktwissen einschließlich ihrer Regulierung und - vorzugsweise Deutschkenntnissen. Das sagte Finanzstaatssekretär Jörg Kukies im Handelsblatt-Interview.

Genauso wichtig ist aber die Einstellung: Die Person muss führungsstark sein und voll und ganz hinter dem Kulturwandel stehen, den wir bei der BaFin erreichen wollen.

Finanzstaatssekretär Jörg Kukies im Handelsblatt-Interview

"Genauso wichtig ist aber die Einstellung: Die Person muss führungsstark sein und voll und ganz hinter dem Kulturwandel stehen, den wir bei der Bafin erreichen wollen", sagte Kukies. Er räumte ein, dass der Kreis derer, die alle diese Kriterien erfüllen, nicht so groß sei. "Von daher ist es gut, dass wir weltweit suchen."

Mit Blick auf den Zeitrahmen merkte Kukies an, dass Hufeld bis 1. April an Bord sei, und bis dahin sei der Zeitrahmen für die Regelung der Nachfolge gut beschrieben.

Deutschkenntnisse von Vorteil

Auf die Frage, ob der künftige BaFin-Chef deutsch können müsse, antwortete Kukies: "Das wäre sicherlich ein Vorteil, schließlich muss er – oder sie – auch stark nach innen wirken, damit der Wandel gelingt und – wie bisher – dem Deutschen Bundestag Rede und Antwort stehen."

Laut Kukies dürfte die Zahl der Neueinstellung zur Stärkung der BaFin "erheblich" sein. Im Vorfeld hatte ein Gutachten von Roland Berger bis zu 60 neue Stellen empfohlen.

Die genannten 20 bis 60 Stellen sind eine Nettozahl. Die BaFin wird in Bereichen wie Forensik, Ermittlungen, Bilanzrecht, IT oder auch bei der Whistleblower-Stelle deutlich gestärkt. Da werden wir massiv aufrüsten.

Finanzstaatssekretär Jörg Kukies im Handelsblatt-Interview

Kukies sagte dem Handelsblatt: "Die genannten 20 bis 60 Stellen sind eine Nettozahl. Es wird deutliche Umschichtungen geben, etwa weil dank Digitalisierung in einigen Bereichen weniger Personal benötigt wird. Die Bafin wird in Bereichen wie Forensik, Ermittlungen, Bilanzrecht, IT oder auch bei der Whistleblower-Stelle deutlich gestärkt. Da werden wir massiv aufrüsten."

Hufeld bleibt bis Ende März im Amt. Eine Nachfolgerin muss auch für BaFin-Vize-Präsidentin Elisabeth Roegele gefunden werden, die Ende April ausscheidet.

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