Mairead McGuinness zur neuen EU-Kommissarin für Finanzmarktregulierung ernannt

Das Europaparlament hat die Irin Mairead McGuinness als neue EU-Kommissarin bestätigt. Die EU-Parlamentarier stimmten am Mittwoch mit großer Mehrheit für die 61-Jährige. Sie soll in der EU-Kommission von Ursula von der Leyen für Finanzmarktregulierung zuständig sein.
Grünen-EU-Politiker Sven Giegold lobte die Wahl von McGuinness.
"Es war höchste Zeit, dass erstmals seit 1958 eine Frau mit Finanzmarktregulierung in der EU-Kommission betraut wird." Damit habe EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen ihr Versprechen von Geschlechterparität unter den EU-Kommissaren eingelöst.
Die Abgeordneten bestätigten den Vizepräsidenten der EU-Kommission, Valdis Dombrovskis, als neuen EU-Handelskommissar.
Rotation in der EU-Kommission nach Hogans Rücktritt
EU-Kommissionschefin von der Leyen hatte ihr Team nach dem Rücktritt des Handelskommissars Phil Hogan Anfang September umgestellt. Er war Ende August wegen Missachtung von Corona-Regeln als Handelskommissar zurückgetreten.
Sein Portfolio ging an den aus Lettland stammenden Dombrovskis. Dessen Nachfolgerin soll nun wiederum McGuinness werden.
Erste Frau seit 1958 für Finanzmarktregulierung zuständig
McGuinness arbeitete vor ihrer Karriere im Europaparlament als Journalistin. Zuletzt war sie Vizepräsidentin des EU-Parlaments.