FinanzBusiness

Scalable Capital erweitert Angebot im Brokerage um Derivate

Der Neobroker bietet jetzt auch die deutlich riskanteren Hebelprodukte an - will Kunden aber auch entsprechend schulen. Konkurrent Trade Republic buhlt schon seit Ende Juni mit einem erweiterten Derivate-Angebot auch um die Gunst von Profi-Händlern.

Erik Podzuweit, Co-Gründer und Geschäftsführer von Scalable Capital. | Foto: Scalable Capital

Scalable Capital erweitert sein Produktportfolio im Brokerage um Derivate. Kunden können von sofort an mit Zertifikaten, Optionsscheinen oder anderen Hebelprodukten der Kooperationspartner HSBC und HypoVereinsbank Onemarkets handeln. Als dritter Partner wird Goldman Sachs in Kürze hinzukommen.

Damit erweitert der Neobroker sein Angebot von derzeit rund 10.000 Aktien, ETFs, Krypto-ETPs und Fonds um mehr als 300.000 Derivate. "Die Nachfrage nach einem großen Spektrum an günstig handelbaren Derivaten war hoch – jetzt haben wir geliefert”, sagt Erik Podzuweit, Co-Gründer und Geschäftsführer von Scalable Capital. Der Derivate-Launch sei mit Abstand die größte Produkterweiterung seit dem Start des Brokers vor nur einem Jahr. "Aktive und erfahrene Privatanlegerinnen und Privatanleger können damit noch besser ihre individuellen Investmentstrategien umsetzen", betont Podzuweit.

Aktive und erfahrene Privatanlegerinnen und Privatanleger können damit noch besser ihre individuellen Investmentstrategien umsetzen.

Erik Podzuweit, Co-Gründer und Geschäftsführer von Scalable Capital

Bei den Gebühren kann der Kunde auch für den Derivatehandel das Flatrate-Modell nutzen, oder je Trade eine Gebühr von 0,99 Euro zahlen.

Ob Anleger wirklich bereit für den Derivatehandel sind, prüft Scalable vor dem ersten Trade. Bei der Angemessenheitsprüfung werden neben dem Kenntnisstand auch die Erfahrungen der Kunden abgefragt. Damit Kunden die Funktionsweise und Risiken der komplexen Produkte verstehen, bieten Scalable Capital und die Partner zudem Informationen in Form von Videos, Blog-Artikeln, Podcasts oder Webinaren an.

Auch Trade Republic baut Derivate-Handel aus

Konkurrent Trade Republic hatte bereits Ende Juni sein bestehendes Angebot für den Derivate-Handel massiv ausgebaut.

Dort können Kunden nun provisionsfrei 300.000 Derivate handeln. Dafür hat der Neobroker drei Partner an Bord geholt: Die Angebote von Société Générale und Citi kommen zum bisherigen Angebot der HSBC hinzu. Im Laufe des Jahres werden zusätzliche Produkte der UBS angeboten.

Damit setzt auch Trade Republic auf eine breitere Kundenzielgruppe, die neben Börsen-Neulingen auch Profis umfasst, die sich auch mit komplexeren Anlagestrategien auskennen und Derivate zur Absicherung gegen Kursverfälle nutzen. Aktuell setzen laut des Neobrokers 80 Prozent der Kunden auf Sparpläne für den langfristigen Vermögensaufbau, während bislang nur ein kleinerer Teil mit Derivaten handelt.

Beide Neobroker hatten vor kurzem in Finanzierungsrunden Rekordsummen für ihr künftiges Wachstum eingeworben, Trade Republic  kam auf 750 Mio. Euro und Scalable auf 148 Mio..

Mehr von FinanzBusiness

Lesen Sie auch

Mehr dazu

Trial banner

Neueste Nachrichten

Weitere Stellenanzeigen zeigen