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KfW: Hälfte der Mittelständler hält Energiekosten für tragbar

Finanzinstitute rechnen aufgrund der steigenden Energiepreise mit neuen Risiken – zu Recht, wie eine KfW-Analyse zeigt. Die Förderbank befragte Unternehmen aus dem Mittelstand nach ihrem Status quo.

Strommasten und Windräder rund um das Kohlekraftwerk Niederaußem des Stromkonzerns RWE. (Symbolbild) | Foto: picture alliance / Panama Pictures | Christoph Hardt

Fast zwei Drittel der kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland sehen sich aktuell von gestiegenen Energiekosten betroffen – aber nicht alle von ihnen betrachten sie schon als Mehrbelastung. Das zeigt eine von KfW Research Anfang September durchgeführte Sonderbefragung.

Gut 50 Prozent können mit Preisanstieg leben

Gegenüber Mai 2022 hat sich der Anteil der Mittelständler, die den Preisanstieg bei Energie spüren, demnach zwar um rund sieben Prozentpunkte auf 62 Prozent erhöht. Als belastend stufen die Entwicklung jedoch kaum mehr Unternehmen ein als bei der letzten Befragung im Mai: Der Anteil erhöhte sich lediglich um zwei Prozentpunkte – auf jetzt 53 Prozent. Die Unternehmen erklärten gegenüber der KfW zudem, dass sie den Preisanstieg abfedern könnten.

Die Kehrseite: Für rund 13 Prozent (Mai 2022: 14 Prozent) aller Mittelständler gilt das nicht, sie sprechen bereits von einer erheblichen Mehrbelastung, die - sollten die Preise dauerhaft auf dem Niveau von September 2022 bleiben oder weiter zunehmen - sie finanziell überfordern würde.

Die große Preiswelle dürfte mit dem Auslaufen langfristiger Energieversorgungsverträge und Preisbindungen in den kommenden Monaten erst noch anrollen.

Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW

Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW, rechnet damit, dass sich dieser Prozentsatz in nächster Zeit erhöht. Das Ergebnis der Umfrage dürfe ”nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Preiserhöhungen auf den Energiemärkten bis Anfang September 2022 noch nicht im vollen Umfang auf die Unternehmen durchgeschlagen haben“, sagt sie in einer Mitteilung. “Die große Preiswelle dürfte mit dem Auslaufen langfristiger Energieversorgungsverträge und Preisbindungen in den kommenden Monaten erst noch anrollen.”

Die Umfrage basiert auf dem KfW-Mittelstandspanel und gilt als repräsentativ für die Lage bei kleinen und mittleren Unternehmen.

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