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NordLB-Mitarbeiter bekommen wieder Boni

Erstmals seit 2016 zahlt die Landesbank wieder Boni an ihre Mitarbeiter aus. Nachdem sie 2019 nur dank eines milliardenschweren Rettungspakets überlebte, hat die Bank eine straffe Restrukturierung durchlaufen.

Ein Logo steht am Eingang der Norddeutschen Landesbank. | Foto: picture alliance/dpa | Julian Stratenschulte

Die NordLB hat für das vergangene Jahr erstmals seit 2016 wieder einen leistungsabhängigen Jahres-Bonus an außertariflich Beschäftigte gezahlt. Das bestätigte ein Sprecher gegenüber Bloomberg News. Nach ihrer milliardenschweren Rettung war die Landesbank im vergangenen Jahr in die Gewinnzone zurückgekehrt.

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Konzernweit gewährte die NordLB rund 28,6 Mio. Euro an Boni, wie aus dem Vergütungsbericht 2021 hervorgeht, wobei sich dieser Wert nicht allein aus Jahres-Boni zusammensetzt. Die 28,6 Mio. Euro liegen deutlich über den 14 Mio. Euro, die die Bank für 2020 ausgewiesen hatte. Bei den leistungsorientierten Jahres-Boni 2021 hat sich die NordLB von Deloitte beraten lassen und sich mit der Personalvertretung abgestimmt. Ausgezahlt wurde das Geld diesen Monat.

Spotbonus-Zahlungen und Halteprämien

Neben den Jahres-Boni wurden unterjährige herausragende Leistungen durch Spotbonus-Zahlungen honoriert. Weitere variable Vergütungen umfassen unter anderem Halteprämien. Die fixen Vergütungen sind konzernweit angesichts von Stellenstreichungen derweil gesunken. Lagen sie 2020 noch bei 410,2 Mio. Euro, so waren es 2021 nur noch 394,5 Mio. Euro. Auch die für Abfindungen an ausscheidende Mitarbeiter gezahlte Summe ging deutlich nach oben.

Die Methodik bei der Erhebung der Zahlen hat sich in den beiden Jahren leicht unterschieden. Im Vergütungsbericht 2020 wurden die Beschäftigten zum 31. Dezember berücksichtigt, im Bericht 2021 die Beschäftigten im Jahr insgesamt. Der Gewinn der NordLB vor Steuern hatte in 2021 bei 16 Mio. Euro gelegen, verglichen mit einem Verlust von 27 Mio. Euro in 2020.

Im Strudel der Finanzkrise

Die NordLB war 2019 wegen hoher Schiffskreditrisiken mit einem 3,6 Mrd. Euro schwerem Rettungspaket gestützt worden. Im Gegenzug versprach die Bank, kleiner und regionaler zu werden.

Die Bilanzsumme lag damals bei 145 Mrd. Euro, zu Ende März 2022 waren es noch 111 Mrd. Euro. Geleitet wird die Bank seit ein paar Monaten von Jörg Frischholz, der zuvor bei der HypoVereinsbank und der Commerzbank AG gewesen war.

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