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Credit-Suisse-Präsident stellt sich erneut hinter Konzernchef Gottstein

Gespräche über seine Ablösung hat es nach Angaben von Axel Lehmann nicht gegeben. Großaktionär Artisan Partners hatte Lehmann aufgefordert, einen Nachfolger für Gottstein zu suchen.

Logo der Credit Suisse. | Foto: picture alliance/KEYSTONE | MICHAEL BUHOLZER

Credit-Suisse-Verwaltungsratspräsident Axel Lehmann hat seine Unterstützung für den in der Kritik stehenden Konzernchef Thomas Gottstein bekräftigt. ”Ich stehe voll und ganz hinter ihm, weil er gut ist”, sagte Lehmann dem Fernsehsender CNBC. Berichte über einen möglichen Abgang Gottsteins bezeichnete er als ”Gerüchte und Spekulationen”. Angesprochen auf einen Bericht, wonach es Gespräche über seine Ablösung gegeben habe, sagte Lehmann: ”Ich weiß, dass das nicht stattgefunden hat, also ist es falsch.”

Eine Reihe von Fehlschlägen

Großaktionär Artisan Partners hatte Lehmann vergangene Woche aufgefordert, einen Nachfolger für Gottstein zu suchen. Credit Suisse machte in den vergangenen zweieinhalb Jahren mit einer Reihe von Fehlschlägen Schlagzeilen. Nach einem milliardenhohen Verlust mit dem Hedgefonds Archegos, der Notschließung der Greensill-Fonds sowie Bestechungs- und Betrugsverfahren hat die Bank inzwischen zwar die Risiken zurückgefahren, bekommt das aber auch in mauen Erträgen zu spüren.

Gottstein wurde im Februar 2020 hastig auf den Schild gehoben, nachdem sein Vorgänger über einen Beschattungsskandal gestolpert war. Inzwischen ist er das einzige Mitglied der damaligen Konzernleitung, das noch nicht abberufen wurde.

Durch Agenturen abgewertet

In der vergangenen Woche hatten Fitch und S&P das Schweizer Institut abgewertet. Das Rating für die Gruppe von S&P lautet nun auf ”BBB” nach zuvor ”BBB+”. Für die operative Gesellschaft, die Credit Suisse AG, beträgt es noch ”A” nach zuvor ”A+”. Das Long-Term Issuer Default Rating der Credit Suisse ist von ”A-” auf ”BBB+” gefallen.

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