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Reform der Einlagensicherung kommt auf die Wiedervorlage

Erst im April hatten die Mitglieder des Bankenverbands neue Regeln beschlossen, doch die Einigkeit trügt: Kleine und mittelgroße Institute sehen sich benachteiligt.

Bankenverband, Außenstelle Frankfurt (Symbolbild) | Foto: picture alliance/dpa | Frank Rumpenhorst

Bei der Einlagensicherung steht dem Bundesverband deutscher Banken (BdB) ein Tauziehen bevor – obwohl die Delegiertenversammlung der Reform längst zugestimmt hat. Notwendig war sie geworden nach der Pleite der Greensill Bank.

Private Banken stellen die Einlagesicherung neu auf

Wie die ”Börsen-Zeitung” berichtet, wird jedoch weiter diskutiert, insbesondere über den Depositenschutz.

Die Reform sieht vor, den Kreis der Einleger, für die der Depositenschutz gilt, zu verkleinern und bis 2030 parallel die Sicherungsgrenzen abzusenken. Kleinere Institute fühlen sich hier – im Nachgang zum Beschluss – nun im Nachteil: In Erwartung einer Zinswende seien sie besorgt, im Wettbewerb um Einlagen, der mit einer Zinswende wieder einsetzen dürfte, ins Hintertreffen gegenüber Sparkassen und Genossen zu geraten, schreibt die Zeitung. Kleine, aber auch mittelgroße Banken hätten sich dieser Tage massiv beschwert.

Infolge der Kritik kommt die Reform nun wieder auf den Tisch. Laut Börsen-Zeitung sind bereits Gespräche von Bankenvertretern mit Bankenpräsident und Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing geplant. Der BdB erklärte auf Anfrage der Zeitung, das Thema sei erkannt und habe für den Verband hohe Priorität.

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