FinanzBusiness

Inflation bleibt laut Bundesbank "außerordentlich hoch"

Der Preisdruck sei hoch, obwohl mehrere Sondereffekte aus dem vergangenen Jahr fehlten. Aus Sicht der Bundesregierung steigt die Inflation 2022 auf 3,3 Prozent.

Bundesbank-Zentrale in Frankfurt | Foto: picture alliance/dpa | Arne Dedert

Die Bundesbank rechnet zum Jahresauftakt mit einem weiterhin extrem hohen Preisdruck. Die Inflationsrate dürfte "weiterhin außerordentlich hoch bleiben", warnt die deutsche Zentralbank in ihrem Monatsbericht. Dies zeichne sich ab, obwohl mehrere Sondereffekte entfielen, die voriges Jahr mit zum Preisauftrieb beitrugen.

Lieferengpässe wirken weiter

Dazu zählt die Bundesbank unter anderem die Einführung des Klimapakets und die Rücknahme der vorübergehenden Senkung der Mehrwertsteuersätze. Hinzu kam demnach, dass sich Dienstleistungen und Industriegüter ohne Energie 2021 vor allem wegen Lieferengpässen und Preisanhebungen zum Ausgleich zuvor erlittener Gewinneinbußen zeitweise überaus kräftig verteuerten.

Diese Faktoren würden nun auch "ins neue Jahr hineinwirken", so die Bundesbank-Volkswirte: "Hinzu kommt, dass aufgrund der erheblich angestiegenen Marktnotierungen für Erdgas die entsprechenden Endkundentarife kräftig angehoben werden."

Höchstand im Dezember

Im Dezember 2021 waren die Verbraucherpreise um 5,3 Prozent gestiegen und damit so stark wie seit 1992 nicht mehr. Und Entwarnung ist nicht in Sicht: Die Inflationsrate wird nach Einschätzung der Bundesregierung in diesem Jahr nicht sinken.

Im Schnitt dürfte sie bei 3,3 Prozent liegen, heißt es im Entwurf des Jahreswirtschaftsberichts, der Reuters vorliegt. Er soll am Mittwoch im Kabinett verabschiedet werden.

Erst Ende 2022 soll die Inflation sinken

2021 war die Inflation sprunghaft gestiegen auf 3,1 Prozent. Eine höhere Jahresrate wurde zuletzt vor fast 30 Jahren ermittelt - 1993 mit damals 4,5 Prozent. In den kommenden Monaten dürfte die Teuerungsrate laut Prognose des Münchner Ifo-Instituts über vier Prozent liegen und sich erst gegen Ende 2022 allmählich der Zwei-Prozent-Marke nähern.

Inflationsrate 2021 auf 3,1 Prozent gestiegen 

Mehr von FinanzBusiness

Süddeutschlands größte Volksbank bekommt grünes Licht

Die Volksbanken Karlsruhe Baden-Baden und Pforzheim sowie die VR Bank Enz plus können ihre Dreierfusion wie geplant durchziehen. Der Vorstand der künftigen `Volksbank pur` wird nach Informationen von FinanzBusiness aus sechs Mitgliedern bestehen.

Die BaFin zwitschert jetzt

Auf Linkedin und auf Twitter sind die Finanzaufseher seit Kurzem vertreten. Inhaltlich geht es um Verbraucheraufklärung und darum, die Aufsichtsarbeit zu erklären - aber auch um Recruitmentzwecke.

PBB-Hauptversammlung billigt Dividendenerhöhung

Es ist nach Angaben des Instituts die höchste Dividende seit dem Börsengang im Jahr 2015. Das geplante Vorsteuerergebnis von 200 Mio. bis 220 Mio. Euro hatte Vorstandschef Andreas Arndt zuvor unter Vorbehalt bestätigt.

Lesen Sie auch

Mehr dazu

Neueste Nachrichten

Weitere Stellenanzeigen zeigen