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Christine Lagarde enttäuscht erneut die Finanzinstitute der Eurozone

Die EZB-Chefin hat die Erwartungen auf eine baldige Erhöhung der Zinsen stark gedämpft. Im Gegensatz zu den USA sei Europa bei der wirtschaftlichen Erholung noch nicht soweit.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde hält sich beim Zeitpunkt für eine mögliche Zinswende bedeckt. | Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Virginia Mayo

Trotz der zurzeit hohen Inflation kommt eine rasche Zinswende für die Europäische Zenztralbank (EZB) laut ihrer Präsidentin Christine Lagarde nicht infrage. Die Europäische Zentralbank müsse geldpolitisch nicht so aggressiv vorgehen, wie es die US-Notenbank Fed voraussichtlich tun werde, sagte Lagarde am Donnerstag dem französischen Hörfunksender France Inter. "Der Zyklus der wirtschaftlichen Erholung in den USA ist dem in Europa voraus", sagte die Französin.

Wir haben also allen Grund, nicht so schnell und rabiat vorzugehen, wie man es sich bei der Fed vorstellen kann.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde

"Wir haben also allen Grund, nicht so schnell und rabiat vorzugehen, wie man es sich bei der Fed vorstellen kann." Sie gehe davon aus, dass sich die Preise 2022 stabilisierten und es schrittweise zu einem Rückgang komme.

US-Notenbank könnte Zinsen im März erhöhen

An den Finanzmärkten wird erwartet, dass die Federal Reserve im März die Zinsen anheben wird und im laufenden Jahr bis zu drei weitere Schritte nach oben folgen könnten. Lagarde hat jedoch mehrfach betont, dass eine Zinserhöhung im Euroraum dieses Jahr sehr unwahrscheinlich sei.

Die Inflation in der Euro-Zone war im Dezember vergangenen Jahres überraschend auf ein erneutes Rekordhoch gestiegen. Angetrieben von teurer Energie kosteten Waren und Dienstleistungen durchschnittlich 5,0 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Inflation liegt damit weit über dem Ziel der EZB. Die Notenbank peilt mittelfristig eine Rate von 2,0 Prozent an.

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