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Bank für Internationalen Zahlungsausgleich und Notenbanken testen CBDC erfolgreich

Digtiales Zentralbankgeld (CBDC) hat einen ersten Test in Europa bestanden. Das gab die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel bekannt.

BIZ-Innovationschef Benoît Cœuré | Foto: picture alliance/dpa/Lehtikuva | Martti Kainulainen

Europas erster Testlauf mit digitalem Zentralbankgeld für grenzüberschreitende Transaktionen zwischen Finanzhäusern ist erfolgreich verlaufen. Mit Hilfe des auf der Blockchain-Technologie gestützten Digitalgeldes konnten Überweisungen zwischen Instituten in der Schweiz und Frankreich abgewickelt werden, wie die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) mitteilte.

BIZ, SNB und Banque de France starten Experiment

Daraus dürfe aber nicht geschlossen werden, dass die beteiligten Zentralbanken - die Schweizerische Nationalbank (SNB) und die Banque de France - nun Digitalwährungen begeben würden. Es handle sich um ein Experiment, um Erkenntnisse zu gewinnen.

Die beiden Notenbanken hatten die "Projekt Jura" getaufte Zusammenarbeit im Juni angekündigt.

Notenbanken aus der Schweiz und Frankreich testen gemeinsam digitales Zentralbankgeld 

Im Rahmen des Projekts wurde die Abwicklung von Devisengeschäften in Euro und Franken über digitales Zentralbankgeld sowie die Ausgabe, Übertragung und Rücknahme von auf Euro lautenden Schuldverschreibungen (Commercial Paper) zwischen französischen und schweizerischen Finanzinstituten unter praktisch realen Bedingungen gestestet.

Das "Projekt Jura" bestätige, dass digitales Zentralbankgeld eine wichtige Rolle als sicheres und neutrales Abwicklungsinstrument für internationale Finanztransaktionen spielen könne.

IZ-Innovationschef Benoît Cœuré

Das "Projekt Jura" bestätige, dass digitales Zentralbankgeld eine wichtige Rolle als sicheres und neutrales Abwicklungsinstrument für internationale Finanztransaktionen spielen könne, sagte BIZ-Innovationschef Benoît Cœuré.

Auch UBS, Credit Suisse und Natixis beteiligt

Auf Schweizer Seite waren die Großbanken UBS und Credit Suisse beteiligt, in Frankreich Natixis. Ebenfalls involviert waren die Beratungsfirma Accenture, die zur Schweizer Börse gehörende SIX Digital Exchange und das Fintech-Unternehmen R3.

Es handelte sich um den ersten breiten Test von digitalen Versionen des Euro und des Frankens. Diese Form von Digitalwährungen ist aber Finanzinstituten vorbehalten, um Transaktionen schneller, günstiger und zuverlässiger zu machen. Eine von Notenbanken ausgegebene Digitalwährung für die breite Bevölkerung liegt zumindest in Europa noch in weiter Ferne.

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