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ISSB Board wird im ersten Quartal 2022 betriebsbereit sein

Der ehemalige finnische Finanzminister und Ex-Notenbanker Erkki Liikanen leitet die neue Organisation für Nachhaltigkeitsstandards in der Finanzwirtschaft IFRS. Im Gespräch mit dem Handelsblatt berichtet er über den Aufbau der Stiftung in Frankfurt.

Errki Liikanen, Leiter der IFRS-Stiftung | Foto: picture-alliance/ dpa | Barbara_Gindl/Pool

Die Vorbereitungen zum Aufbau des International Sustainability Standards Board (ISSB) kommen nach den Worten des Leiters der IFRS-Stiftung zügig voran. "Im ersten Quartal des kommenden Jahres wird das ISSB betriebsbereit sein", sagte Erkki Liikanen dem Handelsblatt in einem Interview.

Das Gremium soll globale Mindeststandards im Bereich der finanziellen Nachhaltigkeitsberichterstattung setzen.

Zunächst werde die Ernennung des ISSB-Vorsitzenden und seines Stellvertreters erfolgen, was etwa zum Jahreswechsel der Fall sein dürfte. Dann solle der bis zu 14 Personen starke Verwaltungsrat besetzt werden, berichtet Liikanen. Der Großteil der Mitglieder werde Vollzeit für die neue Organisation arbeiten.

Es ist extrem wichtig, dass wir wirklich global geltende Vorgaben entwickeln.

Erkki Liikanen, Leiter der IFRS-Stiftung

"Es ist extrem wichtig, dass wir wirklich global geltende Vorgaben entwickeln", so Liikanen. Ziel des ISSB müsse es sein, ein "umfassendes Basisset an Standards zu entwickeln, die für die großen Volkswirtschaften funktionieren, aber auch für die Schwellenländer". Einzelne Länder oder Ländergemeinschaften würden dann "vielleicht über diese Regeln hinausgehen", führt der Finne weiter aus.

Anfang November hatte Frankfurt hat den Zuschlag als Sitz für das International Sustainability Standards Board (ISSB) bekommen

International Sustainability Standards Board kommt nach Frankfurt 

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