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Paypal plant Milliardenübernahme von Pinterest

Der vom Bezahldienstleister angebotene Kaufpreis könnte zum bislang größten Deal bei der Übernahme eines Social-Media-Konzerns führen. Noch ist der Abschluss des Geschäfts laut Insidern jedoch nicht sicher.

Paypal Logo | Foto: picture alliance / NurPhoto | Jakub Porzycki

Der Internet-Bezahldienst PayPal plant Insidern zufolge eine milliardenschwere Übernahme der Online-Pinnwand Pinterest. PayPal wolle den Kauf bis Anfang November unter Dach und Fach bringen, sagten demnach mit den Vorgängen vertraute Personen.

PayPal habe 70 Dollar je Pinterest-Aktie geboten. Mit dem daraus resultierenden Kaufpreis von insgesamt 45 Mrd. Dollar (38,63 Mrd. Euro) wäre der Deal die bisher größte Übernahme eines Social-Media-Konzerns. Zunächst hatte die Agentur Bloomberg über ein Volumen von 39 Mrd. Dollar berichtet, das sich aus dem Ausschluss einer Aktienklasse ergab. Von PayPal und Pinterest gab es vorerst keine Stellungnahme.

Beide Unternehmen gelten als Gewinner der Corona-Pandemie. In Zeiten von Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen kauften mehr Menschen online ein und bezahlten häufiger über PayPal. Auf Pinterest waren im Lockdown mehr Nutzer unterwegs, die sich dort unter anderem für Bastel- oder Heimwerkprojekte inspirieren ließen.

Abschluss noch nicht sicher

Mit dem Kauf von Pinterest könnte PayPal daraus Profit schlagen, dass immer mehr Internet-Nutzer Waren kaufen, die sie auf Social-Media-Seiten gesehen haben und die von "Influencern" empfohlen wurden. Den Insidern zufolge ist ein Abschluss des Geschäfts noch nicht sicher. PayPal hoffe aber, die Verhandlungen bis zur Vorlage der Quartalszahlen am 8. November zu Ende bringen zu können.

Eine Übernahme für 45 Mrd. Dollar würde den Kauf von LinkedIn durch Microsoft in den Schatten stellen. Der Technologieriese zahlte vor fünf Jahren gut 26 Mrd. Dollar für die Kontaktplattform.

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