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EBA überarbeitet Meldepflichten für kleinere Institute

Die EU-Bankenaufseher signalisieren kleineren Banken ihr Entgegenkommen: Meldeanforderungen sollen künftig 15 bis 24 Prozent weniger Kosten verursachen.

Eingang der European Banking Authority (EBA) in Paris | Foto: Quelle: European Banking Authority

Die European Banking Authority (EBA) will kleineren Geldhäusern in der Europäischen Union bei den Berichtspflichten entgegenkommen.

Die Aufsichtsbehörde identifizierte insgesamt 25 Empfehlungen, mit denen diese zusammen 188 bis 288 Mio. Euro an Kosten einsparen könnten, wie sie mitteilte. Die Meldeanforderungen würden dadurch künftig 15 bis 24 Prozent weniger Kosten verursachen.

Berichtspflichten neu gestalten

Kleinere Banken kritisieren schon seit längerem den von ihnen verlangten Bürokratieaufwand und die damit verbundenen finanziellen Belastungen, um die Vielzahl an Daten liefern zu können, die die Aufseher von ihnen verlangen.

Die europäischen Bankenwächter prüfen schon seit geraumer Zeit, wie sich die Berichtspflichten der kleineren Institute im Vergleich zu denen großer Bankkonzerne verhältnismäßiger gestalten lassen. Die von den Banken gelieferten Daten werden von den Aufsehern genutzt, um zu prüfen, ob Kapitalanforderungen, Liquiditätsvorschriften und andere Regeln erfüllt werden. Mehr als 2800 Institute könnten von den Empfehlungen der EBA profitieren, darunter viele deutsche Banken.

7000 Datenpunkte könnten wegfallen

Kleinere Geldhäuser müssen bereits jetzt nur einen Teil der Daten liefern, die von ihren größeren, komplexeren Rivalen aufsichtlich verlangt werden. Mit den Empfehlungen könnten laut EBA bis zu 7000 Datenpunkte wegfallen.

Um die Kosteneinsparungen zu erzielen, müssen viele Finanzinstitute allerdings erst noch in die Automatisierung ihres Meldewesens investieren, im Fachjargon häufig als "Regtech" bezeichnet. 

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