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Temenos zieht mit seiner Kernbankensoftware in die Huawei-Cloud

Als erster IT-Dienstleister für Banken geht Temenos eine Kooperation mit Huawei ein. Im Blick haben die Partner zunächst vor allem Finanzinstitute in China.

Philip Barnett, Präsident Strategic Growth, Temenos | Foto: Temenos

Der Schweizer Softwarekonzern Temenos treibt sein Wachstum außerhalb Europas voran: Die Kernbankenlösung von Temenos soll künftig über Huawei in China und weiteren Ländern verfügbar sein, teilen die beiden Unternehmen mit.

Diese gemeinsame Go-to-Market-Strategie mit Huawei wird unsere Marktdurchdringung in China massiv beschleunigen.

Philip Barnett, Präsident Strategic Growth, Temenos

"Wir freuen uns, unsere Führungsposition im Bereich Cloud auszubauen und die ersten zu sein, die sich mit Huawei haben zertifizieren lassen", sagt Philip Barnett, Präsident für Strategic Growth bei Temenos. "Diese gemeinsame Go-to-Market-Strategie mit Huawei wird unsere Marktdurchdringung in China, das einen adressierbaren Markt von ca. 6 Mrd. Dollar darstellt, massiv beschleunigen, und wir weiten sie auf den Nahen Osten, Afrika, Europa und Lateinamerika aus", führt Barnett in einer Mitteilung weiter aus.

Multi-Cloud-Strategie umsetzen

Barnett zufolge zielt die Kooperation auf Banken aller Größen. Besonderes Interesse erwartet er von Instituten, die eine Multi-Cloud-Strategie verfolgen.  

Temenos und Huawei arbeiten bereits heute für Finanzinstitute weltweit – allein Temenos kommt nach eigenen Angaben auf mehr als 3000 Kunden, darunter Banken wie die Credit Suisse, HSBC und Santander, die Bank of Ireland und die Fina Bank.

Huawei im Visier der US-Regierung

Huawei zählt zur Gruppe jener chinesischen Unternehmen, denen Zusammenarbeit mit Chinas Führung nachgesagt wird. Aus diesem Grund ist der Technologiekonzern auch auf der Liste jener chinesischen Unternehmen zu finden, die aufgrund ihrer angeblichen Verbindungen zum chinesischen Militär von den USA mit verschärften Sanktionen belegt werden. Ab August ist es Amerikanern verboten, mit Aktien von 59 Firmen zu handeln, denen Zusammenarbeit mit Chinas Überwachungsapparat nachgesagt wird, darunter Huawei.

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