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Tink schließt sich Temenos-Marketplace an

Die Umsätze des Schweizer Softwarespezialist gingen im vergangenen Jahr zurück, viele Banken hatten IT-Projekte wegen Corona verschoben. Die Kooperation mit dem schwedischen Open-Banking-Fintech soll neue Anreize liefern.

Das Fintech Tink schließt sich dem dem Marketplace des Schweizer Softwareunternehmens Temenos an | Foto: Temenos

Banken, die die Softwarelösungen des Schweizer Unternehmens Temenos nutzen, können nun auch auf die Schnittstellen des schwedischen Fintechs Tink zugreifen. Tink ist eine Open-Banking-Plattform, die nach eigenen Angaben Verbindungen von 3400 Instituten in 13 europäischen Märkten bietet.

So können sie ein besseres Verständnis für die Finanzen ihrer Kunden gewinnen und neue digitale Services entwickeln, die den Menschen helfen, ihr Geld besser zu verwalten.

Daniel Kjellén, CEO Tink

Daniel Kjellén, Mitbegründer und CEO von Tink, sagte in der entsprechenden Mitteilung: "Durch das Hinzufügen unserer Open-Banking-Plattform mit tiefer Bankenanbindung können wir den Banken in der Temenos-Community helfen, nahtlos auf angereicherte Echtzeit-Finanzdaten zuzugreifen. So können sie ein besseres Verständnis für die Finanzen ihrer Kunden gewinnen und neue digitale Services entwickeln, die den Menschen helfen, ihr Geld besser zu verwalten."

Auch in Deutschland ist Tink seit Sommer 2020 aktiv und versucht vor allem Sparkassen und Volksbanken für sich zu gewinnen.

Stammkundschaft bremst Wachstum

Der Genfer Softwarespezialist Temenos bietet als Komplettanbieter Kernbankensysteme, Fondsverwaltung, Zahlungen und digitale Schnittstellen zum Konsumenten.

Die Transformation in der Branche führte allerdings in der jüngeren Vergangenheit des 1993 gegründeten Unternehmens zu Problemen. Nicht zuletzt die Corona-Krise sorgte dafür, dass einige Banken IT-Projekte verschoben haben, sodass Temenos Umsatzeinbrüche bei - noch - stabilem Gewinn verzeichnen musste.

Hoffnungsvoll wird seitens Temenos hingegen das Geschäft mit Challengerbanken betrachtet. Hier sehen die Schweizer sich als Marktführer und zählen nach eigenen Angaben mittlerweile 60 Kunden. Wie sich das Geschäft mit den Stammkunden entwickelt, bleibt abzuwarten. Erst kürzlich wurde ein Großteil des Managements neu aufgestellt.

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