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Commerzbank geht strategische Partnerschaft mit dem Fintech 360X ein

Die Partner setzen auf den Aufbau digitaler Marktplätze und Ökosysteme für existierende reale Vermögenswerte - wie etwa Kunst und Immobilien - auf Blockchain-Basis. Erste Referenztransaktionen (Minimum Viable Products) für zwei Assetklassen sind bereits in diesem Jahr geplant.

Manfred Knof, Vorstandsvorsitzender der Commerzbank | Foto: Commerzbank

Die Commerzbank ist gemeinsam mit der Deutschen Börse eine strategische Partnerschaft mit dem Fintech 360X eingegangen, wie die Geschäftsbank mitteilte. Ziel der Kooperation sei es, neue digitale Marktplätze und Ökosysteme für existierende reale Vermögenswerte wie zum Beispiel Kunst und Immobilien auf Blockchain-Basis zu entwickeln.

Die Vermögenswerte ("Assets") sollen über Tokenisierung und Fraktionalisierung investier- und handelbar gemacht werden. Tokenisierte reale Vermögenswerte werden auf der Blockchain abgebildet, um Investoren den Zugang zu erleichtern und das zugrunde liegende Asset auch aufteilen zu können.

360X ist "hoch skalierbares Modell"

Erste Referenztransaktionen ("Minimum Viable Products") für zwei Assetklassen seien bereits in diesem Jahr geplant. Die neuen Handelsplattformen sollen Investoren ermöglichen, in bislang illiquide Vermögenswerte zu investieren, erklärt Carlo Kölzer, Gründer und CEO von 360X.

"Unser Mantra lautet: Making Things Investable – Bridging the Gap between Asset Classes and Capital Markets. Wir schaffen transparente und liquide Handelsplätze für Vermögenswerte, für die es diese digitalen Märkte heute noch nicht gibt."

360X sei als "hoch skalierbares Modell" aufgesetzt, deshalb sollen schon bald weitere Anlageklassen folgen, kündigt Kölzer an. Er und sein Team hatten im Jahr 2000 die noch heute bestehende elektronische Devisenhandelsplattform 360T in Frankfurt gegründet, die 2015 von der Deutschen Börse gekauft wurde.

Die Commerzbank verfügt über langjährige Erfahrungen mit der DLT-Technologie und gefragte Expertise im sich neu aufstellenden Asset-Universum.

Manfred Knof, Vorstandsvorsitzender, Commerzbank

Manfred Knof, Vorstandsvorsitzender der Commerzbank, betont die Expertise seiner Bank bei der DLT-Technologie in der Mitteilung: "Wir bringen reale Werte auf digitale Marktplätze und sehen in der Beteiligung mit der Deutschen Börse an 360X das Potenzial, eines dieser digitalen Ökosysteme der Zukunft mitzugestalten. Die Commerzbank verfügt über langjährige Erfahrungen mit der DLT-Technologie und gefragte Expertise im sich neu aufstellenden Asset-Universum", sagt Knof.

"Pilottransaktionen in den Bereichen Zahlungsverkehr, Wertpapier und Trade Finance, strategische Partnerschaften mit Technologie- und Internetunternehmen sowie die Kooperation mit und Beteiligung an DLT-Netzwerken machen die Commerzbank zu einem verlässlichen Partner im digitalen Banking von morgen.

Manfred Knof, Vorstandsvorsitzender, Commerzbank

"Pilottransaktionen in den Bereichen Zahlungsverkehr, Wertpapier und Trade Finance, strategische Partnerschaften mit Technologie- und Internetunternehmen sowie die Kooperation mit und Beteiligung an DLT-Netzwerken machen die Commerzbank zu einem verlässlichen Partner im digitalen Banking von morgen", ist er überzeugt. 2019 führten Commerzbank und Deutsche Börse erstmals gemeinsame Pilottransaktionen über DLT aus.

"Mit 360X zielen wir auf einen Megatrend ab. Digitale Assets sind ein exponentieller Wachstumsmarkt. Wir schaffen neue Ökosysteme und bieten Investoren innovative Anlagemöglichkeiten in Vermögenswerte, zu denen sie zuvor in dieser Form keinen Zugang hatten. Dadurch entsteht neue Wertschöpfung für die Finanzwelt", resümiert Kölzer.

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