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Investitionsbank Schleswig-Holstein vergibt rund 60 Prozent mehr Fördermittel

Die Investitionsbank Schleswig-Holstein hat 2020 deutlich mehr Fördermittel bereitgestellt als im Vorjahr. Besonders die Arbeitsmarkt- und Infrastrukturförderung sowie die Wohnungsbauförderung wurden ausgeweitet.

Logo der Investitionsbank Schleswig-Holstein | Foto: picture alliance / dpa | Carsten Rehder

Rund 60 Prozent mehr Fördermittel hat die Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB-SH) im vergangenen Jahr Privatpersonen, Unternehmen und Kommunen bereitgestellt. Das geht aus einer Mitteilung der Förderbank hervor.

Von den insgesamt 3,8 Mio. Euro Fördermitteln flossen fast 1,1 Mrd. Euro in die Wohnungsbauförderung, hier stieg das Neugeschäftsvolumen um fast 38 Prozent. Die Refinanzierungsmittel, die die IB-SH im Bereich der Wohneigentumsförderung über die Hausbanken überwiegend Privatpersonen zur Verfügung stellte, stiegen 2020 um mehr als 80 Prozent von 212 Mio. Euro auf 385 Mio. Euro.

Gerade in der Corona-Krise bedeutet es viel, dass wir in hohem Maße Investitionen in die Zukunftsfähigkeit Schleswig-Holsteins ermöglichen konnten – bei der Qualifizierung von Menschen für den Arbeitsmarkt, beim Ausbau der kommunalen Infrastruktur und auch bei der Schaffung von Wohnraum.

Erk Westermann-Lammers, Vorstandsvorsitzender, Investitionsbank Schleswig-Holstein

"Gerade in der Corona-Krise bedeutet es viel, dass wir in hohem Maße Investitionen in die Zukunftsfähigkeit Schleswig-Holsteins ermöglichen konnten – bei der Qualifizierung von Menschen für den Arbeitsmarkt, beim Ausbau der kommunalen Infrastruktur und auch bei der Schaffung von Wohnraum", wird der Vorstandsvorsitzende Erik Westermann-Lammers in der Mitteilung zitiert. Daneben habe die Bank über 1 Mrd. Euro an Corona-Hilfen ausgezahlt.

Zuschüsse in der Arbeitsmarktförderung stiegen

Auch ohne Berücksichtigung der Corona-Hilfsprogramme stiegen die Zuschüsse in der Arbeitsmarkt- und Infrastrukturförderung sowie der EU-Förderung (Europäische Territoriale Zusammenarbeit) um rund 30 Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahr hat die Investitionsbank zudem rund 14 Prozent mehr Fördermittel an Kommunen und kommunalnahe Unternehmen vergeben, darunter für Neuinvestitionen in die Wasserwirtschaft und den Breitbandausbau. Rechnet man die Corona-Hilfen nicht mit ein, sind die Zuschüsse für den Mittelstand allerdings um rund neun Prozent gesunken.

Ergebnis bleibt stabil

Das Ergebnis vor Risiko und Bewertung blieb trotz leicht gesunkenem Zinsüberschuss mit rund 80 Mio. Euro stabil. Es wird nahezu vollständig zur Stärkung des Eigenkapitals sowie zur Risikovorsorge verwendet, übrig bleibt ein Jahresüberschuss von lediglich 3 Mio. Euro.

Unser Förderauftrag hat mit den Corona-Hilfsprogrammen eine neue Dimension bekommen.

Erk Westermann-Lammers, Vorstandsvorsitzender, Investitionsbank Schleswig-Holstein

Die IB-SH erhöhte 2020 die Zahl ihrer Mitarbeiter von 625 auf 676, zusätzliche Stellen hat das Förderinstitut zur Erfüllung aufsichtsrechtlicher Anforderungen, für Projekte und zur Bearbeitung der Corona-Hilfsprogramme eingerichtet. "Unser Förderauftrag hat mit den Corona-Hilfsprogrammen eine neue Dimension bekommen", so Westermann-Lammers.

Investitionsbank sieht sich gut aufgestellt

Für 2021 rechnet die Investitionsbank nicht mit einer Abkehr von der lockeren Geldpolitik der Zentralbanken, sieht sich aber "im Niedrigzinsumfeld weiterhin gut aufgestellt", wie es in der Mitteilung heißt. Dazu würden erfolgreiche Emissionen von Inhaberschuldverschreibungen sowie die bestmögliche Einstufung (AAA) durch die Rating-Agentur Fitch beitragen.

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