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Elke König erinnert Banken an Verpflichtungen beim Abwicklungsfonds SRF

Die Leiterin des Single Resolution Board (SRB) pocht auf die prozentualen Vorgaben zur Ausstattung des Fonds und erteilt Lobbybemühungen eine Absage.

Elke König, Chefin der EU-Bankenabwicklungsbehörde SRB | Foto: picture alliance | R4200

Die Vorsitzende der EU-Bankenabwicklungsbehörde Single Resolution Board (SRB) pocht auf die Erfüllung der Vorgaben bei der Befüllung des Bankenabwicklungsfonds SRF.

"Wer in der EU eine Bank betreibt, muss die regulatorischen Kosten im Geschäftsmodell berücksichtigen", erklärte SRB-Chefin Elke König zu Wochenbeginn auf einer Pressekonferenz laut einem Bericht der Börsen-Zeitung.

Forderungen der Kreditwirtschaft

Verbände in der deutschen Kreditwirtschaft hatten in der Vergangenheit mehrfach gefordert, den SRF auf das ursprünglich vorgesehene Volumen von 55 Mrd. Euro zu begrenzen. Auch wurden Forderungen laut, angesichts der Corona-Pandemie die Einzahlungen auszusetzen.

"Dieser Betrag sei eine reine Schätzung gewesen zur Frage, was ein Prozent der gedeckten Einlagen bedeuten könnte, als der Fonds in den Jahren 2012 und 2013 konzipiert worden sei, erklärte König am Montag laut dem Bericht. "In der Gesetzgebung kann ich davon nichts sehen", zitiert die Börsen-Zeitung König.

Steigendes Einlagenvolumen

Angesichts eines steigenden Einlagenvolumens geht der SRB längst von einem Volumen von etwa 70 Mrd. Euro aus, heißt es in dem Artikel. Ursächlich dafür sind auch die im vergangenen Jahr bei fast allen Instituten deutlich gestiegenen Einlagevolumina.

Im vergangenen Jahr hatten die deutschen Banken 2,2 Mrd. Euro in den SRF eingezahlt, davon allein die Deutsche Bank 600 Mio. Euro. Die ursprünglich von Deutschlands größter Geschäftsbank gehegten Hoffnungen, diesen Betrag im laufenden Jahr kürzen zu können, erfüllen sich wohl nicht.

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