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Credit Suisse zahlt Greensill-Anleger aus

Der schweizerischen Großbank könnten im Zusammenhang mit Greensill "möglicherweise Kosten entstehen". Die ersten zwei Monate in 2021 seien aber danke Handels- und Kapitalmarktgeschäft überdurchschnittlich gut gelaufen.

Gebäude der Credit Suisse in Oerlikon, einem Viertel in Zürich | Foto: picture alliance/KEYSTONE | GAETAN BALLY

Die Schweizer Großbank Credit Suisse meldet trotz drohender Belastungen durch die Insolvenz ihres Geschäftspartners Greensill Capital einen starken Start ins neue Jahr. Sie habe im Januar und Februar den höchsten Vorsteuergewinn der vergangenen zehn Jahre erzielt, teilte die Credit Suisse anlässlich einer Investorenkonferenz am Dienstag in Zürich mit.

Dabei profitiere die hauseigene Investmentbank von einem guten Kapitalmarkt- und Handelsgeschäft. Auch in der Vermögensverwaltung laufe es gut, die Kunden seien sehr aktiv. Die Kreditausfälle blieben unterdessen trotz der wirtschaftlichen Verwerfungen durch die Covid-19-Pandemie gering.

Anleger bekommen Rückzahlungen

Unterdessen versucht die Bank den Schaden durch die Insolvenz von Greensill Capital für sich und ihre Kunden in Grenzen zu halten. Bei der Abwicklung der zusammen mit Greensill Capital erstellten Lieferketten-Finanzierungsfonds liege die Priorität weiterhin auf den Rückzahlungen an die Anleger hieß es.

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Dabei arbeite die Credit Suisse mit Greensills Insolvenzverwalter zusammen. Bisher seien Auszahlungen von insgesamt 3,1 Mrd. Dollar erfolgt. Insgesamt umfassten die vier Fonds Anfang März Vermögen von 10 Mrd. US-Dollar.

Der umstrittene Fonds hat bereits personelle Konsequenzen ergeben. Der Schweiz- und Europachef der Fondssparte, Michel Degen, sowie zwei weitere Beschäftigte wurden von ihren Funktionen suspendiert.

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Kredit wird zurückgezahlt

Von den 140 Mio. Dollar, die die Credit Suisse Greensill Capital als besicherten Kredit gewährt hat, wurden den Angaben zufolge bisher 50 Mio. Dollar zurückgezahlt, 90 Mio. Dollar stehen noch aus.

Diese Angelegenheit befinde sich noch "in einer frühen Phase", hieß es. Allerdings könnten der Credit Suisse in diesem Zusammenhang "möglicherweise Kosten entstehen". Die gesamten Zahlen zum ersten Quartal will die Bank wie geplant am 22. April veröffentlichen.

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