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Deutsche Pfandbriefbank erwartet 2021 steigenden Vorsteuergewinn

Gewerbeimmobilien-Finanzierer hielt Kreditportfolio 2020 stabil. Für das laufende Geschäftsjahr 2021 rechnet das Institut mit einem stabilen bis leicht steigenden Zinsergebnis.

Die Deutsche Pfandbriefbank in Unterschleißheim bei München | Foto: picture alliance / dpa | Frank Leonhardt

Die Deutsche Pfandbriefbank (pbb) rechnet nach einem glimpflichen Abschneiden im Corona-Jahr für 2021 wieder mit etwas Aufwind. Dank einer absehbar geringeren Risikovorsorge für gefährdete Kredite dürfte der Vorsteuergewinn im laufenden Jahr steigen, teilte der Gewerbeimmobilien-Finanzierer am Donnerstag in München mit.

Wir gehen davon aus, dass erst im 2. Halbjahr die Auswirkungen der Pandemie auf die gesamtwirtschaftliche und immobilienwirtschaftliche Entwicklung deutlich werden. An unseren investiven Vorhaben halten wir fest.

Andreas Arndt, Vorstandsvorsitzender der PBB

Für das laufende Jahr gab der Vorstandsvorsitzende Andreas Arndt einen vorsichtigen Ausblick: "Wir gehen davon aus, dass erst im 2. Halbjahr die Auswirkungen der Pandemie auf die gesamtwirtschaftliche und immobilienwirtschaftliche Entwicklung deutlich werden", erklärt er in einer Mitteilung. "Gegen diese Unsicherheit sind wir operativ und risikoseitig stabil positioniert und gehen daher von einem besseren Vorsteuerergebnis als im Jahr 2020 aus. An unseren investiven Vorhaben halten wir fest."

Konkret erwartet die Bank für das Neugeschäft in der gewerblichen Immobilienfinanzierung ein Volumen von 7 bis 8 Mrd. Euro bei leicht sinkenden Bruttoneugeschäftsmargen. Das Volumen des Immobilienfinanzierungsportfolios sollte leicht ansteigen, heißt es in der Mitteilung weiter. Im Vorjahr hatte das Geschäft mit der gewerblichen Immobilienfinanzierung 7,3 Mrd. Euro erreicht.

2020 Risikoparameter verschärft

Beim Neugeschäft habe die pbb im abgelaufenen Geschäftsjahr wegen den Unsicherheiten durch die COVID-19-Pandemie besonders selektiv agiert. Mit weiter verschärften Risikoparametern erreichte sie in der gewerblichen Immobilienfinanzierung nach einem starken 4. Quartal mit 3,0 Mrd. Euro ein Volumen von 7,3 Mrd. Euro (2019: 9,0 Mrd. Euro; jeweils inkl. Prolongationen länger als 1 Jahr).

Deutlich gesteigert hat die pbb dabei die durchschnittliche Bruttoneugeschäftsmarge auf rund 180 Basispunkte (BP) nach rund 155 BP im Jahr 2019. Dank des guten Neugeschäfts und geringerer vorfälliger Rückzahlungen hielt die pbb das Kreditportfolio im Jahr 2020 stabil.

Wie bereits seit vergangenem Freitag bekannt, konnte sich die Pfandbriefbank trotz einer deutlich gestiegenen Risikovorsorge 2020 vor Steuern klar in den schwarzen Zahlen halten.

Deutsche Pfandbriefbank verdient 2020 vor Steuern mehr als erwartet 

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