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J.P. Morgan begleitet ersten "SPAC"-Börsengang in Deutschland seit mehr als zehn Jahren

Zu den Gründern des Vehikels "Lakestar SPAC I SE" gehört auch der Venture-Capital-Investor Klaus Hommels, erfuhr FinanzBusiness. Innerhalb von 24 Monaten strebt die Gesellschaft eine Übernahme im Technologie-Sektor an.

Mitgründer der Lakestar SPAC I SE: Der Venture-Capital-Investor Klaus Hommels | Foto: picture alliance / Sebastian Gabriel | Sebastian Gabriel

Der SPAC-Boom hat nun auch Deutschland erreicht. Wie J.P. Morgan FinanzBusiness mitteilte, begleitete die amerikanische Großbank den Börsengang der Lakestar SPAC I SE, einer Special Purpose Acquisition Company ("SPAC") mit Sitz in Luxemburg und Notierung an der Frankfurter Börse. Die SPAC soll ein Volumen von bis zu 275 Mio. Euro umfassen, so die Bank.

Die SPAC wurde mit dem Ziel gegründet, innerhalb von 24 Monaten ein europäisches Spätphasen-Wachstumsunternehmen aus dem Technologiesektor zu erwerben. Es sei der größte SPAC-Börsengang in Deutschland überhaupt und der erste in Deutschland im letzten Jahrzehnt, sowie der erste SPAC mit Fokus auf den Technologiesektor in Europa, schreibt J.P. Morgan.

J.P. Morgan, Morgan Stanley und Deutsche Bank als Joint Global Coordinators

J.P. Morgan agierte bei der Transaktion als Joint Global Coordinator und Joint Bookrunner, neben Morgan Stanley und der Deutschen Bank.

Die Gründer der Lakestar SPAC I SE sind der Venture-Capital-Investor Klaus Hommels, der CEO der Gesellschaft, Stefan Winners, sowie die Chief Investment Officer Inga Schwarting.

  • Hommels, Sponsor und Aufsichtsratsvorsitzender der Gesellschaft, gilt als einer der führenden Business Angels und Venture Capitalists in Europa, als prominente Stimme im europäischen Tech-Ökosystem. Er gründete die Lakestar in 2012.
  • CEO Winners verfügt nach Angaben von J.P. Morgan über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der erfolgreichen Investition in und Führung von Digital-, Tech- und Medienunternehmen.
  • Schwarting ist Gründerin und CEO sowie CIO der Key Partners Capital GmbH, einer der führenden europäischen Beteiligungsgesellschaften mit Fokus auf Pre-IPO- und Growth-Stage-Tech-Investments.

Übernahmefokus unter anderem auf Fintech und SaaS

Vor dem Hintergrund ihrer Expertise beabsichtigen die Gründer, ein spätes, IPO-fähiges Tech-Unternehmen mit Hauptgeschäftsaktivitäten in Europa, Großbritannien oder der Schweiz mit Fokus auf SaaS, Fintech, Transport und Logistik, Healthtech oder Deep Tech zu erwerben.

Der SPAC-Boom zeigt sich auch bei der personellen Aufstellung der Banken: So ernannte J.P. Morgan jüngst ein SPAC-Spezialistenteam für das M&A-Geschäft in Europa.

J.P. Morgan erweitert "SPAC"-Spezialistenteam im M&A-Geschäft

SPACs sind in Deutschland kein neues Phänomen

SPAC-Börsengange sind in Deutschland jedoch keine vollkommene Neuheit: Bereits im Jahr 2008 ging eine SPAC mit dem Namen "Germany1" an die Börse, unter anderem von den Mitgründern Roland Berger und Thomas Middelhoff - allerdings mit Notierung an der Euronext Amsterdam.

"Germany1 plant die Übernahme von einem oder mehreren operativen Unternehmen mit einem Wert von eins bis drei Mrd. Euro in Deutschland, Österreich oder der Schweiz und versteht sich als erste deutsche SPAC", hieß es damals in einer Pressemitteilung der begleitenden Anwaltskanzlei Noerr.

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