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MLP strebt Erwerb des Versicherungsmaklers RVM an

Der Finanzvertrieb befindet sich derzeit in "aussichtsreichen" Übernahmeverhandlungen, wie das börsennotierte Unternehmen mitteilte. Laut Pressemeldungen könnte der Preis zwischen 40 und 50 Mio. Euro betragen.

MLP-Vorstandschef Uwe Schroeder-Wildberg | Foto: MLP SE

Der Finanzvertrieb MLP mit Sitz in Wiesloch will in das Geschäft mit Gewerbe- und Industrieversicherung einsteigen und befindet sich derzeit in "aussichtsreichen Verhandlungen" über den Erwerb des Versicherungsmaklers RVM.

MLP beabsichtigt einen Vertragsabschluss bis Ende des ersten Quartals 2021, wie das Unternehmen mitteilte. Finanzielle Details wurden nicht genannt. "Da die Verhandlungen noch laufen, können wir dazu nichts sagen," kommentierte ein MLP-Sprecher auf Anfrage von FinanzBusiness.

MLP betonte zudem, dass die Übernahme die Zustimmung der Führungsgremien beider Unternehmen erfordere.

RVM kam in 2019 wohl auf einen Umsatz 25 Mio. Euro

MLP bezeichnete RVM als einen Industrieversicherungsmakler mit Fokus auf mittelständische Unternehmen. Rund 200 Mitarbeiter des Maklers kaufen für mehr als 2500 Unternehmen Versicherungen.

Laut der Süddeutschen Zeitung kam die RVM 2019 auf einen Umsatz von rund 25 Mio. Euro. Die Zeitung bezifferte den möglichen Kaufpreis für den Makler auf zwischen 40 und 50 Mio. Euro.

Mit der Übernahme wäre MLP als Makler in allen Versicherungsbereichen - darunter Leben, Sach- sowie die private und betriebliebe Altersvorsorge - vertreten. MLP ist außerdem der Eigentümer von Feri, einem Vermögensverwalter und Analysehaus mit Sitz in Bad Homburg.

Am Mittwoch gab MLP-Vorstandsvorsitzender Uwe Schroeder-Wildberg bekannt, dass der Finanzvertrieb für das Geschäftsjahr 2020 einen operativen Gewinn in Höhe von mehr als 42 Mio. Euro erwartet.

MLP wird EBIT-Prognose für 2020 wohl übertreffen 

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