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In den Handelsräumen der Deutschen Bank steht eine Bescherung an

Die Bonuszahlungen des Instituts könnten in diesem Jahr um etwa zehn Prozent angehoben werden, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider.

Die Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt. | Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress | Christoph Hardt/Geisler-Fotopres

Die Deutsche Bank erwägt die Bonuszahlungen ihrer Händler im Fixed-Income Bereich um etwa zehn Prozent anzuheben. Das berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf die Nachrichtenagentur Bloomberg, die sich wiederum auf nicht näher identifizierte Quellen beruft.

Angesichts des vorherigen Personalabbaus und Senkungen der Leistungsprämien in vielen anderen Bereichen wird der Gesamtbetrag, den das Geldinstitut an variabler Vergütung zahlt, wahrscheinlich leicht unter dem Vorjahresniveau liegen, heißt es in dem Bericht. Es sei aber noch keine endgültige Entscheidung gefallen, und der Betrag könne sich noch ändern.

Marktanteile wachsen

Die Deutsche Bank hat ihre Handelsaktivitäten zwar gestutzt. So hat sich Deutschlands größte Bank zwar aus dem Aktienhandel weitgehend zurückgezogen, ist aber weiterhin im Anleihenmarkt aktiv und gewinnt dort eigenen Bekundungen zufolge auch Marktanteile.

Das Händler der Deutschen Bank wieder mit höheren Bonuszahlungen rechnen können, hat sich bereits angedeutet. So sagte Finanzvorstand James von Moltke nach Vorlage der Drittquartalsergebnisse in einem TV-Interview: "Ein Unternehmen wie unseres muss in der Lage sein, konkurrenzfähige Performance zu honorieren."

Deutsche Bank will Top-Performern höhere Boni zahlen

Mit einem Anstieg von etwa zehn Prozent würde die Deutsche Bank im Wettbewerb mit der Konkurrenz im Mittelfeld liegen, heißt es im Handelsblatt. Die US-Riesen JP Morgan und Goldman Sachs heben die Boni für ihre Händler um bis zu 20 Prozent an. Die britische Bank Barclays erwäge Anpassungen um etwa zehn Prozent, die Bank of America hingegen spielt mit dem Gedanken, das gesamte Bonusvolumen auf dem bisherigen Niveau zu belassen, so die Zeitung.

Anders als bei der größten deutschen Bank müssen die Mitarbeiter in den Sparkassen Einschnitte hinnehmen. Die Sparkassensonderzahlung wird abgesenkt, sieht der Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst vom Oktober vor.

Sparkassensonderzahlung wird teilweise in Freizeit umgewandelt 

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