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HVB-Mutter Unicredit übertrifft im dritten Quartal Erwartungen und erhöht Sparziel

Die italienische Großbank verdient zwar nach wie vor weniger als im Vorjahr, aber deutlich mehr als noch in der ersten Jahreshälfte 2020.

Unicredit-CEO Jean-Pierre Mustier | Foto: picture alliance / AP Images

Die italienische Unicredit ist im dritten Quartal nicht so hart von den Folgen der Corona-Krise getroffen worden wie befürchtet. Wie viele ihrer europäischen Konkurrenten legte auch die deutsche Unicredit-Tochter Hypovereinsbank (HVB) im Sommer weniger Geld für mögliche Kreditausfälle zur Seite als im zweiten Quartal.

Zudem sanken die Erträge nicht so stark wie von Experten erwartet. Unter dem Strich ging der Gewinn im Vergleich zum Vorjahr um 42 Prozent auf 680 Mio. Euro zurück, wie die Bank am Donnerstag in Mailand mitteilte. Damit lag er allerdings 62 Prozent höher als im zweiten Quartal.

Wir sind auf dem besten Weg, unser Ziel für das Gesamtjahr 2020 mit einem zugrunde liegenden Nettogewinn von über  0,8 Mrd. Euro zu erreichen.

Jean-Pierre Mustier, CEO Unicredit

Konzernchef Jean-Pierre Mustier sieht sein Haus auf Kurs: "Wir sind auf dem besten Weg, unser Ziel für das Gesamtjahr 2020 mit einem zugrunde liegenden Nettogewinn von über  0,8 Mrd. Euro zu erreichen und unser Ziel für das Gesamtjahr 2021 von 3 bis 3,5 Mrd. Euro zu bestätigen."

Zudem erhöhte er die Vorgabe für das Sparprogramm. Bis zum Jahr 2023 will er die jährlichen Kosten jetzt um 1,25 Mrd. Euro drücken. Bisher hatte er Einsparungen von rund einer Milliarde Euro angepeilt.

Unicredit schneidet im zweiten Quartal besser ab als erwartet 

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