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Marsalek war wohl früherer V-Mann des österreichischen Nachrichtendienstes

Dies geht aus der Antwort des Bundesjustizministeriums auf eine parlamentarische Anfrage hervor.

Fahndungsaufruf nach Jan Marsalek, Ex-COO von Wirecard, auf einer Leuchtreklame Foto: dpa

Der ehemalige Wirecard-Manager Jan Marsalek, der momentan per internationalem Haftbefehl gesucht wird, war vermutlich V-Mann des österreichischen Nachrichtendienstes.

BKA fahndet öffentlich nach ehemaligem Wirecard-COO Jan Marsalek

Demnach lägen dem Generalbundesanwalt Anhaltspunkte dafür vor, dass der "österreichische Staatsangehörige Jan Marsalek von einem Mitarbeiter des österreichischen Bundesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) als Vertrauensperson geführt wurde", heißt es in der Antwort des Bundesjustizministeriums in Berlin auf eine Anfrage des Bundestagsabgeordneten Fabio De Masi (Linke), berichtete zuvor die Süddeutsche Zeitung (SZ).

In der Antwort, die auch der dpa vorliege, ergänzt das Ministerium aber: "Bislang haben sich keine zureichenden tatsächlichen Anhaltspunkte dafür ergeben, dass die im Raum stehenden Kontakte Jan Marsaleks zum BVT den Tatbestand einer gegen die Bundesrepublik Deutschland gerichteten geheimdienstlichen Agententätigkeit oder eines sonstigen in die Verfolgungszuständigkeit des Generalbundesanwalts fallenden Straftatbestands erfüllen könnten."

Die Kanzlerin sollte schleunigst zum Telefon greifen und Sebastian Kurz fragen, was die Österreicher hier so treiben.

Fabio De Masi, Bundestagsabgeordeneter, Die Linke


Laut Süddeutscher Zeitung wollte das österreichische Innenministerium, dem das BVT untersteht, keine Stellung nehmen. Einen V-Mann in einem Dax-Unternehmen zu platzieren, wäre ein Affront und könnte die deutsch-österreichischen Beziehungen belasten. Der Linken-Abgeordnete De Masi forderte in der "SZ": "Die Kanzlerin sollte schleunigst zum Telefon greifen und Sebastian Kurz fragen, was die Österreicher hier so treiben."

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