FinanzBusiness

Der Gewinn von Grenke bricht ein

Zuletzt hat sich die Lage bei dem Finanzdienstleister aber gebessert.

Antje Leminsky, Vorstandsvorsitzende der Grenke AG Foto: Quelle: Grenke AG

Grenke sieht nach ersten positiven Signalen im Neugeschäft auch erste Anzeichen einer Besserung bei der Entwicklung der Risikovorsorge. Das teilte der Finanzierungspartner für kleine und mittlere Unternehmen am Donnerstag (30.Juli) bei der Vorlage seiner Zahlen zum 2. Quartal mit.

Demnach ging der Gewinn von Grenke im zweiten Quartal vor allem wegen der deutlich erhöhten Risikovorsorge um fast 60 Prozent auf 14,2 Mio. Euro zurück. Analysten hatten allerdings mit einem noch etwas stärkeren Gewinnrückgang gerechnet.

Ob und wie schnell wir uns jetzt weiter aufwärtsbewegen, können wir jedoch noch nicht abschätzen.

Antje Leminsky, Vorstandsvorsitzende der Grenke AG

"Wir haben gegen Ende des 2. Quartals eine Erholung unseres Neugeschäfts gesehen. Im Juli, und damit zu Beginn des 3. Quartals, liegt unser Neugeschäft bei ungefähr 70 Prozent des Vorjahresmonats und somit höher als im Juni, wo der Wert bei 55 Prozent lag. Ob und wie schnell wir uns jetzt weiter aufwärtsbewegen, können wir jedoch noch nicht abschätzen", erklärte Antje Leminsky, Vorstandsvorsitzende der Grenke AG, den Geschäftsverlauf im 2. Quartal.

Hohe Aufwendungen für die Risikovorsorge

Die Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge nahmen im ersten Quartal 2020 deutlich zu und stiegen um 79,4 Prozent auf 50,8 Mio. Euro (Vorjahr: 28,3 Mio. Euro).

Die Zahl der säumigen Zahlungen habe sich im April verdoppelt und zu einem Anstieg der Risikovorsorge für laufende Vertragsbeziehungen geführt, teilte der im MDax notierte Konzern am Donnerstag (30. Juli) mit. Der Juni und vor allem der Juli seien deutlich besser gewesen und die Anzahl der Stundungsanfragen erheblich zurückgegangen. Das dürfte auf den Erfolg von staatlichen Hilfsmaßnahmen zurückzuführen sein.

In Summe erwarten wir deshalb eine Verbesserung der Schadenquote und rechnen derzeit mit einem Wert von bis zu 2,3 Prozent für das Gesamtjahr.

Sebastian Hirsch, Mitglied des Vorstands der Grenke AG

Da das Unternehmen in verschiedenen Märkten und Branchen etabliert ist, sei die Risikostreuung hoch. "In Summe erwarten wir deshalb eine Verbesserung der Schadenquote und rechnen derzeit mit einem Wert von bis zu 2,3 Prozent für das Gesamtjahr", sagte Sebastian Hirsch, Mitglied des Vorstands der Grenke AG, in einer Mitteilung.

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