FinanzBusiness

Grenke streicht wegen COVID Prognose, erzielt Wachstum bei Deckungsbeiträgen im ersten Quartal in allen Regionen

Mögliche Änderungen im Zahlungsverhalten werden erst in kommenden Wochen sichtbar

Zentrale der Grenke AG in Baden-Baden Foto: Grenke AG

Der Finanzierungsdienstleister Grenke AG hat die 2020er-Prognose erwartungsgemäß ausgesetzt. "Inwieweit und in welchem Umfang die COVID-19-Pandemie Einfluss auf die weitere Geschäfts- und Ergebnisentwicklung haben wird, ist aktuell nicht verbindlich abschätzbar und nicht in der am 11. Februar veröffentlichten Prognose enthalten", teilte das im MDax notierte Unternehmen am Donnerstag (02. April 2020) in Baden-Baden mit. Der Vorstand werde seine Prognose aktualisieren, sobald sich die Auswirkungen der Pandemie hinreichend bestimmen lassen. Mehr als 90% der Mitarbeiter arbeiten mittlerweile von zuhause und kontrahieren Neugeschäft nach deutlich engeren Vorgaben. Die möglichen Änderungen im Zahlungsverhalten der Kunden durch die Corona-Krise werden erst in den kommenden Wochen sichtbar, hieß es.

"Maßgeblichen Einfluss auf die Zahlungsfähigkeit dürften die auf verschiedenen politischen Ebenen verabschiedeten Liquiditäts- und Garantiezusagen haben. In jedem Fall werden diese Maßnahmen allgemein dazu beitragen, dass Kreditrisiken minimiert und Geschäftsbeziehungen fortgesetzt werden können." Wie das Unternehmen weiter mitteilte, legte das Neugeschäft der Gruppe im wichtigen Leasinggeschäft im ersten Quartal bei steigenden Margen zu.

Grenke nahm im ersten Quartal 2020 insgesamt 154.175 Leasinganfragen entgegen. Davon wurden 25.736 Anfragen in der DACH-Region und 128.439 Anfragen in internationalen Regionen gestellt. Auf Gruppenebene wurden aus diesen Anfragen 75.654 neue Leasingverträge geschlossen, was einer Umwandlungsrate von 49% entspricht. Der mittlere Wert pro Leasingvertragsabschluss bewegte sich mit 9.005 Euro auf nahezu unverändertem Niveau (Q1 2019: 8.965 Euro), heißt es in der Mitteilung weiter. Der Neugeschäftsverlauf bewegte sich in den ersten zehn Wochen des laufenden Geschäftsjahres innerhalb des prognostizierten Rahmens.

Die Quartalsmitteilung über die ersten drei Monate 2020 wird das Unternehmen am 5. Mai 2020 veröffentlichen.

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